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1 Geschichte und Entwicklung 2 Aktuelle Entwicklungen 3 Siehe auch 4 5 6 Kybernetik in der Theologie |
Geschichte und Entwicklung
In den 1940er Jahren entstand dieser neue Wissenschaftszweig, der Themen der Nachrichtenübertragung, der Regelung und statistischer Mechanik betrachtet hat. Norbert Wiener hat diesen Begriff im Sommer 1947 von dem griechischen kybernétes für "Steuermann" abgeleitet und damit den nach seiner Einschätzung ersten bedeutenden Artikel über einen Rückkoppelungsmechanismus von James Clerk Maxwell (On Governors, 1867/68) geehrt; dort wird ein Fliehkraftregler beschrieben, der englisch als 'governor' bezeichnet wird.
In gedruckter Form wurde der Begriff von Wiener erstmals 1948 in Cybernetics or Control and Communication in the Animal and the Machine (deutsche Ausgabe: Kybernetik. Regelung und Nachrichtenübertragung im Lebewesen und in der Maschine verwendet.
Maßgeblich für die Entwicklung dieser Theorierichtung waren die von Heinz von Foerster in den USA herausgegebenen Tagungsbände Cybernetics der Josiah Macy Jr. Foundation.
In Deutschland wurde, vor dem gleichen wissenschaftshistorischen Hintergrund, die Studie Das Bewusstsein der Maschinen des Philosophen Gotthard Günther einflussreich.
Aktuelle Entwicklungen
Heute behandelt man ähnliche Themen in der Systemtheorie, im technischen Bereich unter der Bezeichnung Regelungstechnik sowie in den Geisteswissenschaften unter der Bezeichnung Systemik.
== Differenzierungsbereiche
Kybernetik in der Theologie
Kybernetik ist auch die (weithin veraltete) Bezeichnung für eine Teildisziplin der Praktischen Theologie. Sie beschäftigte sich mit der Gemeindeleitung. Neuansätze in der Praktischen Theologie haben die Kybernetik zu Gunsten einer "Theorie kirchlichen Handelns" weiter entwickelt.
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