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Kunstperlen-Majòricas

Herstellung:

Die Herstellung der
Kunstperlen erfolgt nach dem Verfahren der Polymerisierung.

Ein künstlicher, winziger kleiner unter Hochdruck gehärteter Kern wir auf einer Spezialhalterung befestigt. Danach wird dieser Kern bis zu 30 Mal in einen Perlmutt-Brei getaucht, nur das dieser Brei nicht aus gemahlenem Perlmutt besteht, sondern aus Faunateilchen des Meeres, wie zum Beispiel Fischschuppen und Muschelsand. Jede Schicht wird einzelnd mittels Gasbrenner in Handarbeit so stark erhitzt, dass die einzelnen Moleküle der Meeresmischung sich zu grösseren Molekülen zusammenschliessen (Polymerisieren).

Dieser Vorgang garantiert nicht nur eine perfekte, kompakte Verschmelzung, sondern konserviert auch die Farbe der Perlen. Durch Beimischung von farbigen Mineralen erhalten sie jede Schattierung und Tönung. Sind alle Schichten aufgetragen worden, wird die neue Perle sorgsam geschliffen und lassen sich nur noch schwer von echten Perlmuttperlen unterscheiden. Dann fühlt sie sich auf der Haut genauso an wie die echte Perle, kühl, aber angenehm, und nimmt im Gegensatz zu billigen Plastikperlen die Körperwärme an.

Weder Schweiss, noch Make-up, Parfum, Hitze oder Kälte können dieser Perle etwas anhaben. Selbst hohe mechanische Kräfte hält sie aus. Der dreissigfache Härtungsprozess hat ihre Form unveränderbar gemacht und mit einer lebenslangen Garantie kommt sie in den Verkauf.

Angesichts der langwierigen, über weite Strecken von Hand verrichteten Fertigung ist der Preis nicht gerade billig.

Geschichte:

1897 Barcelona. Der Deutsche Friedrich Hugo Heusch begann die Natur zu imitieren. In einem kleinem Maßstab begann er mit der Produktion.

1902 war die Nachfrage in den Schmuckgeschäften von London, Paris, Rom und Berlin so gross, dass die Fabriken in Manacor und Felanitx (Mallorca) errichtet wurden.

1948 Perlas Majòricas beschäftigt mehr als tausend Mitarbeiter auf der Insel. Gleichzeitig läuft das Monopol der Familie Heusch aus. Zahlreiche andere Firmen versuchten sich ebenfalls an der Produktion, es haben sich jedoch nur drei davon in Manacor gehalten.
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.



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