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Kunst zur Zeit Karl des Großen

Die Kunst zur Zeit Karl des Großen, also der Zeit um 800, ist zumindest in ihren Hauptwerken von hohem künstlerischen und politischem Anspruch.

Inhalt
1 Architektur
2 Skulptur
3 Malerei
4

Architektur

Die Aachener Kaiserpfalz ließ Karl der Große nach Aussage der schriftlichen Quellen als ein zweites Rom, aber auch als Widerpart zu Konstantinopel errichten. Zu diesem Zweck wurden offensichtlich zahlreiche Großbronzen aufgestellt; dabei orientierte er sich am Lateransplatz in Rom, auf Papst Hadrian I. (772-795) antike Bronzebildwerke aufstellen lassen hatte.

Skulptur

Großbronzen

Neben importierten Werken wie der antiken Bärin (2. Jh. nach Chr.) und der Reiterstatue des Theoderich mit Begleitfigur (nicht erhalten) wurden neue Werke vor Ort in Aachen geschaffen: 8 Emporengitter, 4 doppelflügelige
Bronzetüren, und auf dem Palast ein Adler (nicht erhalten) mit drehbarem Kopf. Der Pinienzapfen ist möglicherweise erst der Zeit um 1000 zuzurechnen. Aufgrund ihrer hohen Qualität wurde diese Werke lange Zeit für römische Importe gehalten; erst der Fund eines Gußofen und einiger Formstücke konnte diese Ansicht widerlegen. Möglicherweise wurden die Aachener Stücke von einer Werkstatt ausgeführt, die zuvor in St. Denis tätig war.

Die Bronzeportale von Ingelheim und der siebenarmige Leuchter von Aniane haben sich nicht erhalten

Grabplatten

Die antikisierende Grabplatte des Papstes Hadrian I. († 795) ließ Karl der Große nach Rom senden; die Platte besteht aus schwarzem Stein (Dinant), wirkt jedoch wie Bronze und ahmt offfensichtlich die Lex Regia de Imperio Vespasiani von 69 n.Chr. nach (Gramaccini).


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