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Architektur
Die Aachener Kaiserpfalz ließ Karl der Große nach Aussage der schriftlichen
Quellen als ein zweites Rom, aber auch als Widerpart zu Konstantinopel
errichten. Zu diesem Zweck wurden offensichtlich zahlreiche Großbronzen
aufgestellt; dabei orientierte er sich am Lateransplatz in Rom, auf Papst
Hadrian I. (772-795) antike Bronzebildwerke aufstellen lassen hatte.
Skulptur
Großbronzen
Neben importierten Werken wie der antiken Bärin (2. Jh. nach Chr.) und der
Reiterstatue des Theoderich mit Begleitfigur (nicht erhalten) wurden neue Werke
vor Ort in Aachen geschaffen: 8 Emporengitter, 4 doppelflügelige
Bronzetüren, und auf dem Palast ein Adler (nicht erhalten) mit
drehbarem Kopf. Der Pinienzapfen ist möglicherweise erst der Zeit um 1000
zuzurechnen. Aufgrund ihrer hohen Qualität wurde diese Werke lange Zeit für
römische Importe gehalten; erst der Fund eines Gußofen und einiger Formstücke
konnte diese Ansicht widerlegen. Möglicherweise wurden die Aachener Stücke von
einer Werkstatt ausgeführt, die zuvor in St. Denis tätig war.
Die Bronzeportale von Ingelheim und der siebenarmige Leuchter von
Aniane haben sich nicht erhalten
Grabplatten
Die antikisierende Grabplatte des Papstes Hadrian I. († 795) ließ Karl
der Große nach Rom senden; die Platte besteht aus schwarzem Stein (Dinant),
wirkt jedoch wie Bronze und ahmt
offfensichtlich die Lex Regia de Imperio Vespasiani von 69
n.Chr. nach (Gramaccini).
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