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Kuba

Dieser Artikel befasst sich mit der Republik Kuba. Für weitere Informationen siehe Kuba (Begriffsklärung).
(Details)
Wahlspruch: "Patria y Libertad"
span, "Heimatland und Freiheit"
Amtssprache Spanisch
Hauptstadt Havanna
Staatsform Sozialistische Republik
Präsident Fidel Castro Ruz
Fläche 110.860 km²
Einwohnerzahl 11.184.023
Bevölkerungsdichte 101 Einwohner pro km²
Unabhängigkeit von Spanien am 10. Oktober 1868 erklärt, am 20. Mai 1902 anerkannt
Währung Kubanischer Peso, konvertierbarer Peso (innerhalb Kubas dem US-Dollar 1:1 gleichgesetzt), US-Dollar
Zeitzone UTC-5
Nationalhymne La Bayamesa
Nationalfeiertage 1. Januar, 26. Juli
Kfz-Kennzeichen C
Internet-TLD .cu
Vorwahl +53
Die Republik Kuba (República de Cuba) ist ein mittelamerikanischer Inselstaat in der Karibik mit Küsten am Karibischen Meer, am Golf von Mexiko und am Atlantischen Ozean.

Im Südosten der Insel befindet sich der US-Marinestützpunkt Guantanamo Bay, den die USA mit zweifelhafter völkerrechtlicher Berechtigung auf unbegrenzte Zeit gepachtet haben.

Wichtige Agrarprodukte: Zucker, Tabak, Rum, Zitrusfrüchte, Kaffee, Reis, Kartoffeln, Bohnen; Vieh

Inhalt
1 Bevölkerung
2 Geografie
3 Wirtschaft
4 Geschichte
5 Kultur
6

Bevölkerung

Ethnische Zusammensetzung

Schätzungen zufolge ist die Bevölkerung etwa zu je einem Drittel
europäischer, schwarzamerikanischer und gemischter (Mulatten) Abstammung. Von der indigenen Bevölkerung der Arawak gibt es keine Nachkommen.

Religion

Durch eine Verfassungsänderung vom
12. Juli 1992 wurde Kuba von einem atheistischen Staat zu einem säkularen, wodurch auch Gläubigen die Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei ermöglicht werden sollte.

Als Kubas Hauptreligion gilt neben dem Katholizismus der Santería, eine afro-katholische Mischreligion. Sie basiert auf der animistischen Religion der westafrikanischen Yoruba und ist stark mit katholizistischen Elementen versetzt. Da die Religion keine offizielle Struktur besitzt, sind die tatsächlichen Anhängerzahlen schwer zu ermitteln.

Der Katholizismus ist die, vermutlich nach den Santeria, stärkste Religionsgemeinschaft Kubas. Einigen Schätzungen zufolge sind etwa 35 Prozent der Kubaner katholisch getauft, darunter jedoch auch viele Santeria-Anhänger. Andere Schätzungen gehen von höheren Zahlen aus. Der Katholizismus scheint in höheren Gesellschaftsschichten stärker verankert zu sein, als in den niedrigeren.

Neben der katholischen Kirche sind in den letzten Jahren zahlreiche protestantische und v.a. evangelikale Gemeinden entstanden.

Geografie

Provinzen

Kuba ist in 14 Provinzen und das Sonderverwaltungsgebiet Isla de la Juventud unterteilt.

  1. Isla de la Juventud
  2. Pinar del Río
  3. La Habana
  4. Ciudad de la Habana
  5. Matanzas
  6. Cienfuegos
  7. Villa Clara
  8. Sancti Spíritus
  9. Ciego de Ávila
  10. Camagüey
  11. Las Tunas
  12. Granma
  13. Holguín
  14. Santiago de Cuba
  15. Guantánamo

Wirtschaft

Kuba zählt zu den wenigen bestehenden sozialistischen (kommunistischen) Volkswirtschaften. Nach dem Ende der Udssr kam es mit dem Wegfall des wichtigsten Handelspartners Kubas 1991 zu einer ökonomischen Krise.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Kubas

Kuba und die dort lebenden Arawak gerieten in der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert unter spanische Kontrolle. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden die Eingeborenen durch Gewalt und Krankheit praktisch ausgerottet. Für den sehr arbeitsintensiven Zuckerrohranbau besorgten die spanischen Pflanzer sich im 17 und 18. Jahrhundert zehntausende afrikanischer Sklaven.

Die Kämpfe der Kolonie um Unabhängigkeit begannen 1868 und dauerten mit Unterbrechungen bis zum Abzug der Spanier im Jahr 1898 an, als die USA intervenierten (Spanisch-Amerikanischer Krieg). Die USA besetzten die Insel, bis sie schließlich 1902 endgültig die Unabhängigkeit erlangte. Diese war allerdings bis 1934 durch das Platt Amendment eingeschränkt, das den USA bei Beeinträchtigung amerikanischer Interessen ein jederzeitiges Interventions-Recht in Kuba gab. Ein Überrest dieser amerikanischen Sonderrechte ist die gegen kubanischen Willen von den USA besetzte Enklave Bahía de Guantánamo (Guantanamo Bay).

1959 beendete die Revolution unter der Führung Fidel Castros die langjährige Diktatur Fulgencio Batistas. Seitdem ist Kuba ein sozialistisches Land.

Wegen der von Castro betriebenen Verstaatlichungspolitik, von der insbesondere eine Reihe großer US-amerikanischer Wirtschaftsunternehmen, aber auch unzählige kubanische Bauern betroffen waren, verhängten die USA Sanktionen gegen Kuba, die schließlich unter der Federführung der Exilkubaner um den Alkohol-Clan Bacardi in einer totalen Wirtschaftsblockade der Insel mündeten. Parallel dazu verließen in mehreren Flüchtlingswellen tausende Kubaner ihre Heimat, von denen sich ein Großteil in Florida ansiedelte. Kuba suchte und fand Unterstützung bei den sozialistischen Staaten Osteuropas, insbesondere der damaligen Sowjetunion. Nach deren Zusammenbruch zu Beginn der 1990er Jahre erlebte Kuba eine Phase schlimmer wirtschaftlicher Rückschläge, die erst gegen Ende des Jahrzehnts durch Erfolge beim Neuaufbau des Kuba-Tourismus etwas gemildert werden konnten.

Präsidenten der Republik

Kultur

Gegen Ende der
1990er Jahre wurde durch den Film "Buena Vista Social Club" von Wim Wenders eine echte Kuba-Welle ausgelöst. Die kubanische Musik "Son" wurde zum Exportschlager. Der Film berichtet über die Arbeit von Ry Cooder mit einer Gruppe von kubanischen Musikern, die fast alle bereits das Rentenalter erreicht hatten.

Das Lied "Guantanamera" des kubanischen Nationaldichters José Martí ist ein Klassiker der Folkmusik.


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.



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