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Im Jahre 614 fielen die Truppen des Perserkönigs Chosrau II. in Jerusalem ein. Das Kreuzholz in einem silbernen Kreuzreliquar - zwei andere Teile hatte Helena im Jahre 325 nach Rom und Konstantinopel gebracht - wurde mit Bischof Zacharias in die Königsstadt Ktesiphon in der Nähe des heutigen Bagdad verschleppt. Das heilige Kreuz wurde aber wenige Jahre darauf durch den Sieg des byzantinischen Kaisers Heraklius über die Perser zurückgewonnen. Am 14. September 629 zog der Kaiser mit glänzendem Gefolge nach Jerusalem, um dort die hochverehrte Reliquie wieder in die Grabeskirche hinter dem Golgotahügel zu bringen. Zum Andenken an dieses Ereignis feiert die Kirche am 14. September das Fest der "Erhöhung des heiligen Kreuzes": Der Kaiser war bekleidet mit einem golddurchwirkten Ornat, trug auf dem Kopf die Krone Ostroms, und in den Händen hielt er einen silbernen, gold- und edelsteingeschmückten Schrein, die Reliquie des Heiligen Kreuzes. Doch vor dem Stadttor stoppte plötzlich der feierliche Zug. Irgendetwas hielt den Kaiser auf, vielleicht ein tiefer, innerer Zweifel, und er sagte zu Zacharias: So hat der Heiland sein Holz nicht auf den Berg getragen! Heraklius stieg von seinem Ross, legte sein Prunkgewand und all seinen Schmuck ab und zog selbst die Schuhe aus. Sein ganzer Hofstaat folgte seinem Beispiel. Barfuß und nur mit weißem Linnen bekleidet durchschritt der Kaiser das Tor und trug das Kreuzholz in die heilige Stadt, in die wiederaufgebaute Martyrionskirche. Dort wurde es feierlich in weihrauchhaltiger Luft ausgestellt, damit die Volksmenge es jubelnd verehren konnte. (Legenda Aurea)
Die erste Tageslesung verknüpft die Verehrung des Kreuzes mit der alttestamentlichen Geschichte von der Bronzeschlange, die Mose während einer Schlangenplage anfertigen und an einer Stange aufhängen sollte: ihr Anblick bewirkte Rettung (Num/4Mose 21,4-9). Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der (an ihn) glaubt, in ihm das ewige Leben hat (Evangelium an Kreuzerhöhung, Joh 3,14f).
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