Knabenlese
Als Knabenlese (türkisch devşirme, bedeutet "sammeln") bezeichnet
man den vom Osmanischen Reich praktizierten
Brauch, in den von ihm besetzten Ländern Jugendliche aus ihren
Familien zu entfernen, um sie für ihre eigenen Dienste einzusetzen.
Sie wurden dann nach den Regeln des Islam erzogen und in der
Armee (Janitscharen) oder in der Verwaltung eingesetzt. Trotz
ihrer Herkunft konnten sie dort Karriere machen und
stiegen teilweise sogar in die Elite des Staates auf.
Die Knabenlese wurde hauptsächlich auf dem Balkan im
14 - 17 Jahrhundert
durchgeführt und führte zu Konflikten, weil damit dem besetzten
Land ein Teil seiner potentiellen Elite entzogen wurde.
Siehe auch:
www.tuerkenbeute.de/kun/kun_kri/Knabenlese_de.php
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