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Cheir ed-Din wurde bereits früh zu einem Piraten, der nach einigen Jahren gemeinsam mit seinem Bruder Arudj eigene Schiffe kommandierte. Cheir ed-Din Barbarossa eroberte mit seinem Bruder 1515 Algerien und wurde nach dessen Tod Herrscher von Algier (1518 - 1546). Er erkannte die Oberhoheit der Osmanen an und wurde im Gegenzug vom osmanischen Sultan Süleyman I zum Pascha ernannt. Cheir ed-Din konnte mit osmanischer Militärhilfe 1529 die Spanier aus Bone und Constantine sowie 1534 aus Tunis vertreiben. Zwar verlor er Tunis 1535 wieder an Spanien, doch konnte er sich in Algerien behaupten, die Stämme des Hinterlands unterwerfen und seine Raubzüge im Mittelmeer fortsetzen.
1538 besiegte er bei Prevesa eine spanisch-venezianische Flotte und begründete damit die osmanische Seeherrschaft im Mittelmeer (bis 1571). Süleyman I. ernannte Cheir ed-Din 1536 zum Oberbefehlshaber der osmanischen Flotte. Ein spanischer Angriff unter Karl V auf Algier scheiterte 1541 mit einer schweren Niederlage. 1542 - 1543 operierte er als Verbündeter Frankreichs vor der Küste der Provence und eroberte Nizza. Am 4. Juli 1546 starb Cheir ed-Din Barbarossa in Konstantinopel.
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