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Der Name "Kariben" bezieht sich im engeren Sinn auf ein Volk, das auch heute noch an der Südküste der Karibik, in Venezuela, Guyana, Suriname und Nordbrasilien lebt. Die Eigenbezeichnung ist Kalihna bzw. Galibi. Ihre Sprache gehört der nach ihnen benannten, im nördlichen Südamerika weiter verbreiteten Karaibischen Sprachfamilie an.
Die Bezeichnung "Kariben" wird aber auch für das Volk verwendet, das die Spanier auf den ersten Entdeckungsreisen auf den Kleinen Antillen angetroffen hatten, die Insel-Kariben. Diese sprachen eine gänzlich andere Sprache, die so wie die Sprache der Taino zur Arawak-Sprachfamilie gehört. Sie waren das Ergebnis einer Vermischung von Arawaks und von Kariben (Kalihna/Galibi), die vom Festland auf die Inseln vorgedrungen waren. Von den Insel-Kariben leben heute nur noch etwa 3.500 auf der Karibikinsel Dominica, wo 1903 von den Briten ein Reservat eingerichtet wurde. Ihre Sprache ist ca. um 1920 verschwunden.
Aus einer Vermischung von Insel-Kariben und Afrikanern sind auch die Garifuna, die "Schwarzen Kariben", entstanden.
Siehe auch: Garifuna, Indigene Völker Mittelamerikas und der Karibik
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