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Karakum

Die Karakum ("Schwarze Wüste", auch Kara-Kum) und die benachbarte Kysylkum ("Rote Wüste") liegen im größten Teil des inneren Tieflands von Turan.

Beide Wüsten gehören zu den Staatsgebieten von Turkmenistan, Usbekistan und Kasachstan.

Die Karakum nimmt etwa 90% der Fläche Turkmenistans ein und hat eine Größe von 300.000 km². Die extrem wasserarme Region wird im Süden vom ca. 1445 km langen Karakum-Kanal durchquert, dem vielleicht aufwändigsten Bewässerungsprojekt aller Zeiten. Der Kanal wurde 1954 gebaut.

Inhalt
1 Physische Geographie
2 Klima
3 Fauna und Flora
4 Bodenschätze

Physische Geographie

Das Tiefland von Turan erstreckt sich zwischen dem flachen Landrücken der Kasachischen Schwelle mit dem Aralsee im Norden, dem stark aufgegliederten Hochgebirge von Pamir und Hindukusch im Osten, dem mäßig hohen seismisch aktiven Faltengebirgsstrang des Kopet-Dagh im Süden und dem Kaspischen Meer im Westen.

Die Karakum ist extrem trocken. Daher finden sich hier je nach Gestaltung des Untergrunds harte Lehmwüste, trockene Kalktafeln oder von groben Gesteinsschuttmänteln umgebene vereinzelte Restberge. Den größten Teil des Gebiets nimmt jedoch Sandwüste ein. Sie besteht aus dem Material, das dem Flusstal des Amudarja und zerfallendem Sandstein entstammt. Hier herrscht in der Regel Winderosion vor.

Klima

Diese Region ist vom Kontinentalklima geprägt.

Im Sommer bewegen sich die Temperaturen im Mittel zwischen 27°C und 32°C. Bei hohen Mittagstemperaturen und wolkenlosem Himmel wird der Sand bis auf 70°C erhitzt. Nachmittags treten in Folge der Hitze sehr häufig Stürme auf.

Die Winter sind meist kalt (die Januartemperatur liegt im Mittel zwischen -6°C und 5°C) und werden bestimmt durch die Dauer der Fröste und die geringe Schneedecke, die meist nur wenige Wochen liegen bleibt.

Der Großteil der Niederschläge fällt im Frühjahr und Frühsommer, wobei der durchschnittliche Jahresniederschlag zwischen 100 mm und 150 mm beträgt.

Fauna und Flora

Aus klimatischen Gründen findet sich in der Karakum allenfalls Steppenvegetation mit verschiedenen Grasarten, denn die hohen Sommertemperaturen und die kalten Winter erlauben auch bei den Frühjahrsregen keine dauernde höhere Vegetation.

Hier sind Karakal (Wüstenluchs), Brillenschlange, Gecko und der bis zu 1,6 m lange Wüstenwaran heimisch.

Bodenschätze

In der Karakum finden sich bedeutende Erdöl- und Erdgasvorkommen.


Karakum ist auch die Bezeichnung eines Wüstengebiets nordöstlich des Aral-Sees (Aral-Kara-Kum).


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.



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