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Das Prestige der Kalligraphie ist in der Kulturgeschichte überall dort enorm, wo das Abschreiben heiliger Texte selbst ein sakraler Vorgang ist: so etwa traditionell im Islam, wo die Bismillah die häufigste kalligraphische Form ist. Noch heute ist auch für die chinesische und japanische Schriftkultur die Kalligraphie wichtig und inspirierend. Wichtiger als die Lesbarkeit kann dabei die Erzielung perfekter ästhetischer Ausgewogenheit und das Sichtbarmachen von Emotionen sein.
Viele Kalligraphen verweisen auch auf den fast meditativen Charakter ihrer Arbeit: »Die Ruhe dieser Arbeit erfüllt das ganze Wesen mit einer umfassenden Zufriedenheit, wo Zeit und Raum, für kurze Zeit wie weggewischt, uns nicht mehr kümmern noch belasten« (Andreas Schenk, gefunden auf www.typolis.de).
Kalligraphische Kunstwerke zieren als paarige senkrechte Schrifttafeln und als waagerechte Namensschilder den chinesischen Garten. Sie sind von den Gartenbauten fast nicht zu trennen und bilden wichtige Schmuckelemente im chinesischen Landschaftsgarten. Der Inhalt der Tafeln und Schilder ist im allgemeinen auf die Umgebung der Gebäude bezogen. Häufig handelt es sich um Zeilen aus berühmten Gedichten, in denen Besonderheiten der Szenerie angedeutet sind
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