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| Strukturformel | |
|---|---|
| Allgemeines | |
| Name | Kaliumnitrat |
| Summenformel | KNO3 |
| Andere Namen | Salpeter, Kalisalpeter |
| Kurzbeschreibung | weißes, kristallines Pulver |
| CAS-Nummer | 7757-79-1 |
| Sicherheitshinweise | |
brandfördernd | |
| R- und S-Sätze | R: 8 S: 16-41 |
| Handhabung | Schutzmaßnahmen: Handschuhe, Atemschutz o.ä. |
| Lagerung | Temperaturbereich, Belüftet, trocken o.ä. |
| MAK | Maximale Arbeitsplatzkonzentration ml/m3 |
| LD50 (Ratte) | x mg/kg |
| LD50 (Kaninchen) | x mg/kg |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Aggregatzustand | fest |
| Farbe | farblose Kristalle oder weißes Pulver |
| Dichte | 2,109 g/cm³ |
| Molmasse | 101,11 g/mol |
| Schmelzpunkt | 334 °C |
| Siedepunkt | Zersetzung von Kaliumnitrat nach unten beschriebener Reaktion erfoglt vor dem Siedepunkt |
| Dampfdruck | x °C |
| Weitere Eigenschaften | |
| Löslichkeit | 316 g/l Wasser (bei 20 °C) |
| Gut löslich in | Lösungsmittel |
| Schlecht löslich in | unpolaren Lösungsmitteln |
| Unlöslich in | Lösungsmittel |
| Kristall | |
| Kristallstruktur | Gittertyp angeben |
| Thermodynamik | |
| ΔfH0g | in kJ/mol |
| ΔfH0l | |
| ΔfH0s | |
| S0g, 1 bar | in J/mol·K |
| S0l, 1 bar | in J/mol·K |
| S0s | in J/mol·K |
| Analytik | |
| Klassische Verfahren | K+: Vorprobe durch violette Flammenfärbung |
| SI-Einheiten wurden wo möglich verwendet. Wenn nicht anders vermerkt wurden Normbedingungen benutzt. | |
| Inhalt |
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1 Eigenschaften 2 Gewinnung 3 Darstellung 4 Verwendungen und Reaktionen 5 Geschichte 6 |
Kaliumnitrat ist deswegen bei erhöhten Temperaturen ein hervoragendes Oxidationsmittel, dies erklärt auch sein Anwendung im Schwarzpulver
Salpeter wurde anfangs importiert; Venedig zog aus dem Zwischenhandel hohe Gewinne. Mit steigender Nachfrage und aus Gründen der Unabhängigkeit förderten vom 15. Jahrhundert an die Regierungen die eigene Gewinnung von Salpeter.
In Thüringen gab es im 16. Jahrhundert neun Salpetersiedereien. Die Moldauufer bei Prag waren mit ?Sanitärbänken? bedeckt, und die Stadt Halle erteilte eine Konzession zur Salpetergewinnung an den Müllhalden. Die steigende Nachfrage nach Salpeter wurde teilweise durch weitere Importe, vor allem aus Indien, und durch eigene Anlagen gedeckt.
Ab dem 17. Jahrhundert fand ein systematischer Anbau von Salpetergärten statt. Tierische Abfälle (Dung, Kot, Urin, Blut, Kadaver) und auch Menschenleichen wurden mit kalkhaltigen Erden, Erde der Friedhöfe, Schlachthöfe, Moore und mit Kalk, Schutt, Asche in Gruben gefüllt oder zu Haufen geschichtet und ab und zu mit Jauche oder Urin begossen. Durch die Zersetzung bildete sich nach 1-2 Jahren so viel Salpeter, dass er aus der Erde ausgewaschen werden konnte. Die Ausbeute betrug etwa 6:1, d.h. aus 6 kg Salpetererde gewann man 1 kg Salpeter.
Die Landesherrn hatten großes Interesse an der Salpetergewinnung. In Schweden mussten die Bauern ihre Abgaben sogar teilweise in Salpeter entrichten.
Im 19. Jahrhundert kam es dann sogar zum Salpeterkrieg.
Dies änderte sich jedoch Mitte des 19. Jahundert dadurch, dass Kaliumnitrat industriell synthetisiert wurde.
Eigenschaften
Kaliumnitrat löst sich in Wasser unter Abkühlung. Kaliumnitrat ist bei erhöhten Temperaturen ein hervoragendes Oxidationsmittel. Dies erklärt auch seine Anwendung im Schwarzpulver.Gewinnung
Wurde früher Kaliumnitrat noch abgebaut und importiert, was mit schweren Konflikten verbunden war (siehe Geschichte), so wird es heute vollkommen synthetisch hergestellt (siehe Darstellung und Reaktion).Darstellung
Es gibt viele Möglichkeiten Kaliumnitrat darzustellen:
Verwendungen und Reaktionen
Kaliumnitrat zersetzt sich beim Erhitzen zu Kaliumnitrit und Sauerstoff:
Geschichte
Bereits im 13. Jahrhundert wird Salpeter schriftlich als neuer Stoff erwähnt. Das vom Ende des 13. Jh. stammende Feuerwerks-Buch von Hasan Ar-Rammah enthält bereits mehrere Vorschriften zur Reinigung des Salpeters sowie zur Anfertigung von Brandsätzen und Treibstoff für Raketen.
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |