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Mit seinen 1,48 Millionen Einwohnern (1996; 5 Millionen, wenn man die Vororte hinzuzählt) ist Johannesburg die größte Stadt Südafrikas und eine der größten Städte, die weder am Meer noch an einem Fluss oder an einem anderem Gewässer liegen. Zwei weitere solche Städte sind Mexiko-Stadt und Phoenix.
Johannesburg wurde 1886 gegründet, nachdem auf dem Witwatersrand Gold gefunden wurde, und wuchs innerhalb von 10 Jahren zu einer Stadt von 100 000 Einwohnern heran. Obwohl die Minen der Stadt schon seit langem nicht mehr gebraucht werden, da die Goldquellen erschöpft wurden und neues Gold an anderen Orten gefunden wurde, wird es in der Sprache der Zulu immer noch eGoli, was ,,Platz aus Gold" bedeutet, genannt. (Die beliebteste Seifenoper Südafrikas heißt übrigens auch Egoli, da sie, wie könnte es auch anders sein, in Johannesburg spielt.)
Johannesburg ist der Schmelztiegel, in dem auch die daraus resultierende Gewalt stark bemerkbar wird. Hier leben Arm und Reich dicht aufeinander. Statistisch ist Südafrika das Land mit den meisten Morden auf 100 Einwohner. In Johannesburg überschreitet die Anzahl der Morde sogar die Zahl der Verkehrsunfälle, und ist somit auf Platz 1 der gefährlichsten Städte der Welt.
Die Innenstadt Johannesburgs ist seit dem Ende des Apartheidsregimes verlassen. Leere Hotels und Bürogebäude charakterisieren das Stadtbild. Viele Firmen mussten große Verluste unter ihren Mitarbeitern hinnehmen, bevor sie das Zentrum verließen und in die Vororte abwanderten. Heute ist Midrand das Hauptzentrum für viele internationale Firmen (Robert Bosch, Siemens, Canon, Osram u.a.) Midrand liegt auf halber Strecke Johannesburg - Pretoria an der N1. Doch mittlerweile hat sich auch hier ein Township (Tembisa) gebildet, das die Kriminalität in die anliegenden Familienviertel bringt.
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