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Johann Friedrich Herbart

Johann Friedrich Herbart (* 4. Mai 1776 in Oldenburg (Oldb.), † 14. August 1841 in Göttingen) war ein deutscher Philosoph, Psychologe und Pädagoge, der über den deutschen Sprachraum hinaus als Klassiker der Pädagogik gilt.

Inhalt
1 Leben
2 Begründer der Pädagogik als Wissenschaft
3 Philosophische und logische Ansichten
4 Werke
5
6

Leben

Herbart studierte an den Universitäten Jena (u. a. bei Johann Gottlieb Fichte) und Göttingen, wo er sich 1802 unmittelbar nach seiner Promotion habilitierte. Er lehrte in Göttingen als Privatdozent und außerordentlicher Professor, bis er 1809 an die Universität Königsberg als Professor für Philosophie und Pädagogik zum Nachfolger Wilhelm Traugott Krugs auf den früheren Lehrstuhl Immanuel Kants berufen wurde, wo er auch an der Reform des Schulwesens in Preußen mitwirkte. 1833 folgte er einem Ruf zurück an die Universität Göttingen.

Begründer der Pädagogik als Wissenschaft

Herbart gilt als eigentlicher Begründer der Pädagogik als Wissenschaft. Ausgehend vom Begriff der Bildsamkeit des Menschen versuchte er, Erziehung und Unterricht theoretisch zu untermauern, und begründete so die pädagogische Richtung des Herbartianismus, die im 19. Jahrhundert die wissenschaftliche Pädagogik beherrschte.

Philosophische und logische Ansichten

Die den Menschen umgebende Welt besteht nach Herbart aus ewigen und unveränderlichen "Realien", die sich Züge der Leibnizschen Monade und des Kantschen "Ding an sich" vereinigt haben.

Die Logik definiert Herbart als die Wissenschaft von den Bedingungen der Deutlichkeit der Begriffe, die Denkgesetze interpretiert er ontologisch. Den Identitätssatz verstand er z.B. als die Forderung, jedes Ding stets als mit sich selbst absolut identisch zu denken, es ändern sich nur die Beziehungen zwischen den Dingen. Herbart negierte die Möglichkeit von realen Widersprüchen in der Wirklichekit.

Werke

(Auswahl)


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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