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Er wurde 1786 Direktor des Berliner Observatoriums. Bereits 1776 gab er das Astronomische Jahrbuch heraus. Bode wurde auch im Zusammenhang mit der von Johann Daniel Titius 1766 entdeckten und von diesem nur in einer Fußnote publizierten empirischen Regel bekannt, die Bode stark propagierte. Nach dieser Regel lassen sich die Abstände der Planetenbahnen von der Sonne ermitteln (Titius-Bode-Reihe).
Bode wurde in der Fachwelt aber vor allem durch seine Arbeit zur Bahn des Uranus berühmt. Da Uranus mit bloßem Auge sichtbar ist, suchte Bode nach Positionen des Uranus in alten Sternkatalogen. Tatsächlich gelang es ihm, zahlreiche frühere Positionen zu finden, die erste bereits 1690 im Katalog von John Flamsteed, wo Uranus als Stern namens 34 Tauri registriert ist. Dadurch wurde es möglich, die Planetenbahn viel früher als erwartet mit hoher Genauigkeit zu berechnen. Unstimmigkeiten der so berechneten Positionen mit tatsächlichen Beobachtungen führten dann 1846 zur Entdeckung des Neptun. Die Benennung des Uranus geht auf den Vorschlag Bodes zurück, sie wurde spätestens mit der Entdeckung des Neptun allgemein akzeptiert. Zuvor wurde der Planet auch Herschel nach seinem Entdecker Wilhelm Herschel oder Georgium Sidus nach dem englischen König Georg III genannt.
Bode veröffentlichte nebem dem jährlichen Jahrbuch die Anleitung zur Kenntniß des gestirnten Himmels, die die Sternbilder vorstellte und mit mehr als zehn Auflagen nach Maßstäben der damaligen Zeit als Bestseller zu gelten hat, und zwei Atlanten des Himmels. Der erste, die Vorstellung der Gestirne wendete sich an Amateure und Liebhaber, der zweite, die Uranographia gilt als letztes Meisterwerk der künstlerischen Himmelskartographie.
Nach Bode wurden ein Mondkrater und der Kleinplanet (998) Bodea benannt.
Siehe auch: Sternkarte
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