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Geschichte
Der Mongolenfürst Dschingis Khan nannte seinen ältesten Sohn Jochi - "der Fremde", da er geboren wurde, als Dschingis Khans Hauptfrau Bortai Khatun vom verfeindeten Stamm der Merkiten entführt war. Seine Herkunft ist damit nicht unanfechtbar - aber der Khan selbst behandelte alle Söhne gleich.
Jochi war verheiratet mit der Onggirat Oki Fujin Khatun und Vater zahlreicher Söhne.
Nach der Eroberung der "nördlichen Waldländer und der West-Khanate" (1207/1209) erhielt Jochi diese als Stammland und ließ sich vielleicht am Irtysch nieder, da der päpstl. Gesandte Plano Carpini in diesem Gebiet dessen Lager (in dem nun seine Frauen wohnten) erwähnte und man dort auch sein Grab vermutet. Vielleicht ließ er sich auch bei der Stadt Abakan nieder - dem Herrschersitz der alten Jenissej-Kirgisen. Mit Jochis Heer zogen Teile der ursprünglich nördlich des Altai beheimateten türkischen Kara-Kirgisen nach Mittelasien und ließen sich in der Hauptsache am Tienschan-Gebirge nieder, wo sie heute noch leben.
Über der Regelung der Nachfolgefrage geriet er ca. 1218 mit seinem jüngeren Bruder Tschagatai in Streit, da dieser als "engstirnig und gesetzestreu" beschriebene Prinz den Jochi wegen der Zweifelhaftigkeit seiner Geburt nicht akzeptierte. Dschingis Khan bestimmte daraufhin - im Einvernehmen mit seinen übrigen Söhnen - Ugedai zu seinem Nachfolger, während sich der vierte Sohn Tolui zurückhielt. Der daraus resultierende Streit sollte die Dschingisiden noch z.Zt. Batus beschäftigen und um 1240 eine erste innere Spaltung des Reiches herbeiführen.
In der Folgezeit scheint es Tschagatai gelungen sein, seinen älteren Bruder beim Vater anzuschwärzen. Es kam bei der Belagerung der Stadt Urgentsch beim heutigen Chiwa 1221 zu einem zweiten öffentlichen Streit. Jochi vernachlässigte daraufhin sein Kommando im Wolgaraum und kehrte lt. Raschid ed Din in seine Stammlande am Irtysch zurück (1224). Anschließend weigerte er sich unter der Vorgabe einer Krankheit, an dem Feldzug gegen Hsi-Hia (Tangutenreich) 1226 teilzunehmen.
Jochi Khan starb im Febr. 1227 - kurz vor einem Krieg seines Vaters gegen ihn. Es ist unklar, ob er nun an dieser "geheimnisvollen" Krankheit verstarb, einen Herzschlag erlitt oder vielleicht doch vergiftet wurde.
Männliche Nachfahren Jochis
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