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Ringelnatz ist vor allem bekannt geworden durch zahlreiche humoristische Gedichte, unter anderen um den tragischen Helden Kuddel Daddeldu, einen Seemann mit großem Herzen, der regelmäßig im Hafen Schiffbruch erleidet. Der spätere Dichter fuhr in jungen Jahren als Schiffsjunge und Matrose selbst zur See. Den ersten Weltkrieg machte er als Kommandant eines Minensuchbootes mit. Er wandte sich später im Münchener Kleinkunstlokal Simplicissimus, sowie in der Berliner Kleinkunstbühne Schall und Rauch der Satire zu.
Große Popularität erlangte Ringelnatz durch unkonventionelle und spielerische Lyrik. Die Mischung aus Seemannsgarn, Moritaten, Nichtsnutz-Erkenntnissen, bitterer Zeitkritik und sanfter Verzweiflung traf das Lebensgefühl der 1.-Weltkriegs-Generation. Ringelnatz tiefer Ernst wurde über die spaßigen Dichtungen jedoch vielfach nicht wahrgenommen.
Die Frau von Ringelnatz, Leonharda Pieper, gab seinen Nachlass mit heraus. Er hat ihr auch etliche Gedichte gewidmet. Einer ihrer Spitznamen war Muschelkalk.
Nach dem Dichter ist auch der Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik benannt.
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