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Jihlava

Jihlava (ehemals Iglau) ist eine Stadt mit etwa 52.700 Einwohnern in Tschechien. Sie ist ein Zentrum der Region Vysocina und liegt am Jihlava-Fluss, der die alte Grenze zwischen Böhmen und Mähren bildete. Desweiteren ist sie die älteste Bergbaustadt in der Tschechischen Republik.

Zu den wichtigsten Gebäuden gehören die Kirchen von St. Jakob, St. Ignatius von Loyola, St. Johann dem Baptisten und St. Paul, das Rathaus und die Katakomben, die die zweitgrößten in Tschechien sind. Auf dem Jüdischen Friedhof der Stadt finden sich einige bemerkenswerte Denkmäler, darunter der Grabstein der Eltern von Gustav Mahler.

Jihlava ist eine alte Bergbaustadt, in der laut der Legende bereits im Jahre 799 Silber gefördert wurde. König Ottokar I (1198-1230) richtete ein Bergbau-Büro und ein Münzamt ein. Die Stadt genoß schon sehr früh weitgehende Privilegien, die 1250 von Wenzel I bestätigt wurden. Im Rathaus existiert eine Sammlung alter Gemeinde- und Bergbaugesetze, die sich bis 1389 datieren lassen. Am 5. Juli 1436 wurde in Jihlava der Vertrag mit den Hussiten geschlossen, durch den Kaiser Sigismund als König von Böhmen anerkannt wurde. Eine Granitsäule in der Nähe der Stadt markiert die Stelle, an der Ferdinand I 1527 den böhmischen Grundbesitzern die Treue schwor. Während des dreißigjährigen Kriegs wurde Jihlava zweimal von den Schweden erobert. 1742 fiel es in preußische Hände und im Dezember 1805 wurden die Bayern unter Wrede in der Nähe der Stadt geschlagen.


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