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Humayun

Humayun war Großmogul von Indien in den Jahren 1530 bis 1540 und 1555 bis 1556 und der Sohn Baburs.

Humayun war opiumsüchtig, wurde wiederholt von seiner Verwandtschaft hintergangen und besaß keinerlei militärische Fahigkeiten. So verlor er in zwei Schlachten bei Tschausa und Kanaudsch seinen Thron an seinen eigenen Gouverneur von Bihar, Sher Khan. Die Gründe für seine Niederlagen waren lächerlich: die erste Schlacht wollte er vertraglich reglementieren, in der zweiten stellte er seine Armee mit dem Rücken zum Ganges auf, so daß ihr kein Rückzugsraum blieb. Zudem wurde er vor der Schlacht von seinem Bruder Kamrai verlassen.

Sher Khan regierte ab 1540 als Sher Schah, war ein hervorragender Verwaltungsfachmann und Steuerreformer und initiierte zahlreiche gemeinnützige Projekte (Rasthäuser, Krankenhäuser..). Als er 1545 in einem eher unwichtigen Feldzug starb, folgte ihm sein Sohn Islam Schah.

Humayun floh nach Persien zu Schah Tahmasp, der ihm im Eigeninteresse eine Armee gab. Man muß es ihm zugute rechnen, daß er unter dem Eindruck seiner Entthronung halbwegs vom Opium loskam und wieder zu einem politischen Faktor wurde. Als Vater war er offenbar auch geeignet. Humayun hatte Glück, er konnte Kabul von einem seiner rebellischen Brüder (Kamrai) zurückerobern. 1554 starb Islam Schah, und Humayun kehrte nach Indien zurück. Sein Feldherr Bairam Khan siegte bei Sirhind 1555, so daß er erneut in Delhi einziehen konnte.

Am 14.01.1556 fiel Humayun unglücklich von den Stufen seiner Bibliothek und starb, so dass der 13-jährige Akbar unter Bairam Khans Regentschaft an die Macht kam.

Siehe auch: Geschichte Indiens


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