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Heinrich III. hatte nun freie Hand zum selbstständigen Regieren, legte die Macht jedoch schnell wieder in die Hände von Beratern. Nach der Heirat mit der provencalischen Grafentochter Eleanore im Jahr 1236 entwickelten deren savoyischen Onkeln Wilhelm, Thomas und Peter große Macht am englischen Hof. Von 1236 bis 1258 schwankte der schwache König immer wieder zwischen verschiedenen Beratern, denen er jeweils gerade mehr vertraute, unter anderem seinem jüngsten Bruder Richard Cornwall und seinen Halbbrüdern aus dem Poitou. Die als "Ausländer" angesehenen Berater verstärkten den Unmut des englischen Adels gegen den König.
Darüber hinaus arbeiteten die englischen Barone daran, ihre Machtstruktur im Königreich auszubauen. Mehrfach musste Heinrich III. die Magna Carta bestätigen und dem Adel Zugeständnisse machen. Gleichzeitig wurde die Finanzlage immer schlechter. Die hohen Einnahmen konnten die Ausgaben für die Hofhaltung und vor allem für mehrere erfolglose Feldzüge zur Rückeroberung der englischen Besitzungen in Frankreich nicht ausglichen. Der König erwies sich als militärisch unfähig, die französischen Verbündeten als unzuverlässig. 1259 konnte Heinrich den Besitz Aquitaniens, der Gascogne und anderer angevinischer Territorien nur sichern, indem er dem französischen König im Vertrag von Paris Erbhuldigung für diese Gebiete zusicherte. Heinrich III. und seine Nachfolger auf dem englischen Thron waren damit für einen Teil ihres Reiches zu Lehensmännern des französischen Königs geworden. Neben den politischen Folgen wurde vor allem der damit verbundene Statusverlust als schmerzhaft empfunden. Zu allem Überfluss ging Heinrich auch noch auf das päpstliche Angebot ein, das Königreich Sizilien für 135.000 Silbermark zu kaufen, das allerdings von Kaiser Friedrich II besetzt war und zuerst hätte erobert werden müssen.
Diese neuen Belastungen und militärischen Verpflichtungen wollten die Barone nicht mehr mittragen. 1248 forderten sie die Ausweisung der ausländischen Berater, Kontrolle über die Regierung sowie die Neuordnung der königlichen Finanzen. Überraschend setzte sich Simon de Montfort, selbst Franzose und mit der Schwester des Königs verheiratet, an die Spitze der Opposition. 1263 versuchte Heinrich, seine Autorität wieder herzustellen. Am 14. Mai schlug ein Adelsaufgebot unter Simon den König bei Lewes (Sussex). Heinrich, sein Bruder Richard und der Thronerbe Eduard gerieten in Gefangenschaft. Ein Jahr lang war Simon praktisch der Herrscher Englands. Auseinandersetzungen innerhalb des Adels und der Druck von Verbündeten des Königs im Ausland zwangen Simon schließlich zur Einberufung eines Parliaments, einer Ständeversammlung, aus Vertretern des Adels, der Grafschaften und der Städte. Zum ersten Mal in der englischen Geschichte nahmen auch Vertreter des Bürgertums an einem Parliament teil. Heinrichs Sohn, Eduard, war inzwischen aus der Gefangenschaft in Gloucester entkommen. Er siegte 1265 in der Schlacht von Evesham, in der Simon de Montfort den Tod fand, und betrieb eine grausame Vergeltung an den Rebellen.
Ab 1270 übergab Heinrich III. die Regierungsgewalt an seinen Sohn, der inzwischen von einem Kreuzzug zurückgekehrt war. Heinrich starb 1272 und wurde in der Westminster Abbey begraben.
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Heirat und Kinder
Die Heirat fand am 14. Januar 1236 in der Kathedrale von Canterbury, in Kent, England mit Eleanor von Provence statt. Mit ihr hatte er neun Kinder:
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