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Im Sahel sollen die Fulfulde sprechenden Fulbe Vertreter dieser "Rasse" sein. Auch Völker, die Nilotische Sprachen sprechen, zählte man zu den Hamiten.
Bezeichnend für die äußerliche Erscheinung der Hamiten Ostafrikas sei der vom "Bantu-Typus" abweichende hohe, schlanke Wuchs, die helle Haut, das schmale Gesicht mit der scharf geschnittenen Nase und das seidenartig lockige, nicht krause Haar.
Da der Begriff auf heute nicht mehr haltbaren Einteilungen in "Menschenrassen" beruht, kam er bei seriösen Wissenschaftlern völlig in Verruf. Die Thesen von einem "hamitischen Einschlag" gewisser Völker im südlichen Afrika wurden deshalb auch vehement abgeleht.
Heute gewinnen Theorien, die von einer kulturellen Beinflussung dieser im Süden Afrikas lebenden Völker durch Gruppen aus dem Norden Afrikas sprechen, wieder an Bedeutung, jedoch unter Vermeidung der disqualifizierten Bezeichnung Hamiten. Wichtigstes Element dieser kulturellen Beinflussung ist wohl die Rinderzucht mit ihren kulturellen Folgen.
Insgesamt hat der Begriff wohl mehr Verwirrung gestiftet als zu einer Klärung der Sachverhalte beizutragen.
Auch in der Sprachwissenschaft spielte der Begriff "hamitisch" lange eine Rolle. Er sollte eine eigene, dem Semitischen verwandte Sprachgruppe bezeichnen. Die gesamte Sprachgruppe nannte man dann Semitohamitisch oder Hamitosemitisch. Heute spricht man von afroasiatischen Sprachen, da die dem "Hamitischen" zugeordneten Sprachen keine dem Semitischen koplementäre Einheit bilden, sondern in fünf oder sechs unabhänige, dem Semitischen gleichrangige Sprachgruppen zerfallen.
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