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Als Ganzes stellt das Höhlengleichnis eine anschauliche und dramatische Zusammenfassung von Platons Ideenlehre dar. Nach dieser hat jedes sinnliche Ding ein immaterielles, ideelles Urbild, dessen bloßes Abbild es ist.
Die Schattenbilder des Höhlengleichnisses sind nicht die Sinneswahrnehmungen, sondern die durch Wort und Schrift übernommenen Meinungen irgendwelcher Autoritäten, die den Blick schon auf die Sinneswirklichkeit verstellen.
Mit diesem Gleichnis will Platon seine objektiv-idealistischen Grundgedanken verdeutlichen, dass die raum-zeitliche Welt, in der die Menschen tätig sind, nur ein unvollkommenes Abbild, ein Schatten der wahren, wirklichen Welt der Ideen sei.
Da Platon das Problem des Zusammenhangs dieser von ihm angenommenen Welten lediglich mit der Annahme einer " Teilhabe" der irdischen an der ideellen Welt geklärt zu haben scheint, warf ihm bereits Aristoteles (in: Metaphysik, Buch A, 9) zu Recht vor, damit eine unnötige Verdoppelung der Welt konzipiert zu haben, bei der zudem der Bewegungszusammenhang völlig ungeklärt sei.
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