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Unter Franco wurde die Guardia Civil als Repressionsinstrument gegen politisch Andersdenkende genutzt. Im allgemeinen war sie für das Regime das Instrument, um der Landbevölkerung Präsenz und Stärke zu demonstrieren.
Eine unrühmliche Rolle nahm die Guardia Civil am 23. Februar 1981 ein. Angehörige der Guardia Civil unter Oberst Antonio Tejero versuchten gemeinsam mit einigen Armee-Einheiten unter General Milans del Bosch einen Militärputsch gegen die noch junge spanische Demokratie der Nach-Franco-Ära. Tejero stürmte dabei das Parlament, wo Leopoldo Calvo Sotelo gerade zum Regierungschef gewählt werden sollte. Die Mitglieder des Parlaments wurden als Geiseln gehalten. Mit dem entschlossenen Auftreten des Königs als Oberbefehlshaber der Armee, der sich im Rahmen einer landesweit ausgestrahlten Fernsehansprache eindeutig für die Demokratie aussprach und das Militär auf seine Seite zog, konnte der Staatsstreich noch in der Nacht vereitelt werden.
Die Beamten tragen auffällige Kopfbedeckungen, bestehend aus einem Kegelstumpf, am Hinterkopf eine trapezförmige Platte, seitlichen Versteifungen, das ganze mit schwarzer Lackfolie überzogen. Es sieht entfernt so aus, als trügen sie eine Schreibmaschine auf dem Kopf. In ärmlichen, kleinkriminellen Kreisen nannte man die Guardia Civil wegen dieser unverwechselbaren Silouhette auch la mala sombra (den bösen Schatten).
Die Angehörigen der Guardia Civil leben teilweise mit ihren Familien in Kasernen. Der Wahlspruch Guardia Civil ist Todo por la patria ("Alles für das Vaterland").
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