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Goldene Straße

Goldene Straße ist eine Bezeichnung für die spätmittelalterliche Handelsstraße von Nürnberg nach Prag-

Die Erklärung des Namens Goldene Straße bietet mehrere Interpretationsmöglichkeiten: Einerseits kann der durch sie ermöglichte "blühende Handel" gemeint sein, andererseits auch das Forschen der Alchimisten nach Gold am Hofe Rudolfs II. in Prag.

Für Kaiser Karl IV bot sich die Obere Pfalz als Landbrücke zwischen Prag, Nürnberg und Frankfurt am Main bis hin ins Stammland seiner Vorfahren, nach Luxemburg, an. Durch Kauf, Heirat und Diplomatie erwarb er das Land in den fünfziger und sechziger Jahren des 14. Jahrhunderts.

Zur Zeit Karls IV. handelte es sich hierbei um zerrissenes Territorium mit vielen Besitzern. Durch die Landerweiterung konnte der Kaiser sicher und ohne Zoll zu bezahlen auf eigenem Grund nach Nürnberg gelangen.

Dies bot ihm auch Gelegenheit zu repräsentieren und eine gute Möglichkeit, Volksnähe zu zeigen. Zudem gewährleistete die Verbindung dem Kaiser eine bequeme und kostengünstige Reise zu seinen luxemburgischen Hausmachtgütern, weshalb die Route eigentlich von Prag bis Luxemburg konzipiert war. Darüber hinaus sicherte sie den militärischen Schutz des Kaisers: Zahlreiche Pflegamtssitze und Burgen säumten ihren Weg.

Nicht zuletzt deswegen wird momentan die Entwicklung der Altstraße zu einer Tourismusstraße auf den Weg gebracht. Die Bedeutung als Handelsstraße hat die Goldene Straße mit dem Fall des "Eisernen Vorhangs" zumindest teilweise wieder zurückgewinnen können. Im Jahr 2004 rückt mit der EU-Osterweiterung Tschechien sowohl politisch als auch wirtschaftlich näher. Wir leben nun, wie Kaiser Karl IV. das wünschte, in einem vereinten, weitgehend friedvollen Europa.


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Free Documentation License.



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