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Gewalt

Gewalt bedeutet von der sprachlichen Wurzel her vor allem Herrschaft, Regierung, Vollmacht (vgl. Begriffe wie Gewaltenteilung, öffentlich-rechtliches Gewaltverhältnis). Im alltäglichen Sprachgebrauch, etwa in Wörtern und Wendungen wie Gewaltverbrechen, gewalttätig, Gewaltandrohung, elterliche Gewalt, richterliche Gewalt, Vergewaltigung, überwiegen Aspekte des Zwangs bis hin zu Rohheit und Zerstörung.

Gewalt ist ein universeller Sachverhalt in fast jedem sozialen Zusammenhang. Begrifflich wird vielfach unterschieden zwischen physischer, psychischer und verbaler Gewalt, direkter und indirekter (struktureller), offener und versteckter, intendierter und nicht-intendierter, personeller und institutioneller, spontaner und organisierter, rationaler und irrationaler, legaler und illegaler, legitimer und illegitimer, revolutionärer und reaktionärer, rechter und linker Gewalt usw.

Diesen Differenzierungen lassen sich die folgenden Umschreibungen ungefähr zuordnen:

In der öffentlichen Debatte wird Gewalt in Verbindung mit Terrorismus, Extremismus und Fundamentalismus sowie als allgemeine gesellschaftliche Erscheinung diskutiert. Dabei ist einerseits eine wachsende Sensibilisierung gegenüber Gewaltverhältnissen zu beobachten, andererseits eine wachsende Gewaltbereitschaft vor allem männlicher Jugendlicher. Dagegen werden zunehmend Programme zur Gewaltprävention erprobt.

Die koordinierte Gewalt der Verbrecherbanden, Geheimdienste und Streitkräfte braucht zur Gewissensberuhigung ihrer Mittäter in der Regel eine Ideologie. Sie soll den Gewalttaten den Anschein der Legitimität verleihen und die Veränderung flankieren, die in dem Menschen vorgeht, der "in einer Sozialstruktur verankert wird". Milgram weiter: Dann "tritt an die Stelle des autonomen Menschen ein neues Wesen, das von seinen individuellen Moralvorstellungen nicht mehr eingeschränkt ist ..."

Inhalt
1 Siehe auch
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Siehe auch

Aggression, strukturelle Gewalt, Gewalt in der Bibel, Gewaltlosigkeit, James E. Davis, Dekade zur Überwindung von Gewalt

Gewaltdefinition von Wilhelm Heitmeyer


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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