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Philipp II. begann ab 356 v. Chr. die Einigung der Griechen voranzutreiben. Dies war vor allem den Athenern suspekt, da sie die Makedonen für rückständig und unkultiviert hielten und der makedonischen Monarchie misstrauten und die Macht der Makedonen, die sich bereits zuvor im Peloponnesischen Krieg 431 bis 404 v. Chr. als Bundesgenosse Spartas auf die Seite eines Athener Erzfeindes schlugen, fürchteten.
Phillips Sohn Alexander der Große vollzog ab 323 v. Chr. nun endgültig die Schaffung eines einheitlichen Staates und hellenisierte gensamt Vorderasien.
Erst nachdem Makedonien 148 v. Chr. römische Provinz wurde und sich Rom somit gewltigen Einfluss über den gesamten östlichen Mittelmeerraum sicherte ging die Bedeutung Makedoniens sukzessive zurück.
Einwanderung der Slawen
Seit dem 6. Jahrhundert/7. Jahrhundert wanderten Slawen in das Gebiet Mazedonien ein, das Teile des heutigen Griechenlands, der Republik Mazedonien und Bulgariens umfasst. Im 9. Jahrhundert wurde Ihnen durch die aus Thessaloniki stammenden Slawenapostel Kyrillos und Methodios die christliche Lehre gebracht. Kyrill schuf ihnen ein Alphabet, möglicherweise aber nicht wie oft vermutet das Kyrillische, sondern das bis ins 13. Jahrhundert parallel zur Kyrillica verwendete glagolitische Alphabet.
Im byzantinischen Reich wurden die Slawen zu einem bedeutenden Faktor und sicherten sich ausgedehnte Siedlungsräume überweigend im Kernland des geographischen Makedoniens und Thrakiens und drängten Griechen immer mehr an die Küsten.
Nach der Befreiung Südgriechenlands und der Proklamation des griechischen Staates 1829 flüchteten viele Griechen aus dem immer noch beim Osmanischen Reich verbliebenen Makedonien ins befreite Griechenland und wirkten maßgeblich an der "Megali Idea" mit, der Befreiung der restlichen griechischen Gebiete vom osmanischen Joch und der Schaffung eines griechischen Staates mit der Hauptstadt Konstantinopel.
seit 1912
Im Zuge der Balkankriege 1912 bis 1913 fiel ein Teil der Region Makedonien an Griechenland. Das Gebiet war von Griechen (10-20%), Türken, Pomaken (bulgarischsprechenden Muslimen), Bulgaren, slawischen Mazedoniern und Ladino-sprechenden Juden bewohnt. Bulgaren und slawische Mazedonier, die damals noch nicht getrennt erfasst wurden, machten etwa 40% der Bevölkerung aus.
Mit dem Ziel eines sprachlich homogenen Nationalstaates wurde die Hellenisierung durch Umsiedlung und Assimilation verfolgt. Die slawischen Sprachen Mazedonisch und Bulgarisch wurden verboten und Orte umbenannt. Bis Ende des 20. Jahrhunderts war die Pflege der slawischen Kultur z.T. erschwert, z.T. verboten.
Bevölkerungsaustausch mit Türkei und Bulgarien 1923
Im Zuge des "Bevölkerungsaustausches" mit der Türkei wurden 1923 350 000 vorwiegend türkische Muslime vertrieben und durch 565 000 griechische Türkeiflüchtlinge ersetzt. 86 000 Slawen (Mazedonier und Bulgaren) wurden nach Bulgarien umgesiedelt (siehe Vertrag von Lausanne).
Mit der Befreiung Makedoniens in den beiden Balkankriegen schwand das makedonische Nationalbewusstsein, die Menschen begannen, sich mit den Ländern in denen sie nun lebten zu identifizieren, also Bulgarien, Serbien und Griechenland, erhielt allerdings wieder Auftrieb mit der Besetzung Makedoniens durch Bulgarien 1941-1944 und den Plänen der Vereinnahmung ganz Makedoniens und der Wiedererschaffung eines grossbulgarischen Reiches.
Als sich Bulgarien 1944 wieder aus Südserbien zurückziehen musste, deklarierte Josip Broz Tito die SR Makedonija als 6. Republik der Jugoslawischen Föderation und betrieb -auch oder vor allem zur Abgrenzung gegen serbische und bulgarische Grossmachtsbestrebungen- den Prozess einer makedonischen Nationenbildung, vorangetrieben durch die Schaffung einer makedonischen Hochsprache auf Basis des westlichen Dialekts. Bis dahin galten die Dialekte Makedoniens als einige der in zahlreiche Dialekte zerfallenden bulgarischen Sprache. Im griechischen Bürgerkrieg unterstützte Jugoslawien die griechischen Kommunisten mit Aussicht auf den Erwerb Thessalonikis und lockte die slawischsprachigen Griechen mit der Aussicht auf ein Leben in einem slawischen Staat. Als sich gegen Bürgerkriegsende ein Sieg der von den Westmächten unterstützten Royalisten abzeichnete, flohen Hunderttausende kommunistische Partisanen in die Ostblockstaaten, darunter viele slawophone Griechen.
Insbesondere in Bitola, Gevgelija und Titov Veles entstanden so beachtliche Gemeinden teils geflohener, teils vertriebener Griechen und Slawophonen.
Diese Umstände begünstigten und beschleunigten den makedonischen Nation-building-Prozess unter jugoslawischer Ägide.
Auch Bulgarien weigert sich bisher, die Mazedonier als ein eigenständiges Volk und Mazedonisch als eigene Sprache anzuerkennen.
Tatsächlich ist die Sprache nahezu identisch, doch gilt dies ebenso für Serbisch und Kroatisch, das ohne weitere Probleme als Serbokroatisch bezeichnet und anerkannt wurde, was aber auch nicht zu einer Verständigung führte.
Siehe auch:
Republik Mazedonien, Mazedonienss Geschichte
Schaffung der makedonischen Nation
Ein makedonisches Nationalbewusstsein hat sich bereits im 19. Jahrhundert langsam herausgebildet, in dem Makedone war, wer Einwohner des geographischen Makedoniens -gleich welcher Ethnie- war. Dies manifestierte sich mit dem Ilinden-Aufstand und der Proklamation der kurzlebigen Republik von Krushevo, die allerdings mehrheitlich aromunisch war.Der Zerfall Jugoslawiens
Obwohl die Beziehungen zwischen Griechenland und der SFRJ nicht die schlechtesten waren, herrschte in Griechenland mehrheitlich Gleichgültigkeit gegenüber dem nördlichen Nachbarn. Dies änderte sich, als bereits während des Zerfallsprozesses Jugoslawiens von slawisch-makedonischen Nationalisten Landkarten verstärkt Landkarten in Umlauf gebracht wurden, auf denen das sogenannte Ägäis-Makedonien und Pirin-Makedonien dem jugoslawischen Makedonien zugeschlagen sind.
Insofern musste es Griechenland zwangsläufig als Provokation verstehen, dass Mazedonien bei seiner Unabhängigkeitserklärung 1991 eine Nationalflagge präsentierte, auf denen der 1978 im nordgriechischen Vergina bei Ausgrabungen entdeckte Stern von Vergina zu sehen war. Griechenland fürchtete Bedrohungen der Integrität seines Territoriums, insbesondere, nachdem Mazedonien sich in der Präambel seiner neuen Verfassung auf die Tradition der Republik von Krushevo beruft, die ja die Schaffung eines einheitlichen Staates in den Grenzen des geographischen Makedonien vorsah. So verweigert Griechenland dem nördlichen Nachbarn auch die bloße Verwendung des Namens Makedoniens, da es die Vereinnahmung und slawische Monopolisierung der makedonischen Geschichte befürchtet.
Athen antwortete auf diese Provokation stante pede mit einer Schliessung der Grenzübergänge und einem Boykott sowie der Schliessung des Hafens von Thessalonikis, über den Skopje 1991 80% seiner Importe abwickelte. Der Boykott, der Mazedonien in eine daramatische Wirtschaftskrise stürzte wurde 1994 aufgehpben, nachdem Skopje sich bereiterklärte, die Flagge zu ändern. In die UNO wurde der Staat bisher offziell als FYROM, "Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien" aufgenommen. Wie verletzlich Skopje ist, zeigt sich in zahlreichen Behauptungen. So wirft Skopje Athen vor, den Namen Makedonien erst 1988 aus der Mottenkiste gekramt zu haben und die nördlichste griechische Provinz erst 1988 von Nordgriechenland in Makedonien umbenannt zu haben - ein haltloser Vorwurf, der international für Stirnrunzeln sorgte und mitunter einen Kompromiss beim Namensstreit verhinderte.Diskriminierung slawischer Mazedonier in Griechenland
Mit dem Ziel eines sprachlich homogenen Nationalstaates wurde die Hellenisierung durch Umsiedlung und Assimilation verfolgt. Die slawischen Sprachen Mazedonisch und Bulgarisch wurden verboten und Orte umbenannt. Bis Ende des 20. Jahrhunderts war und ist die Pflege der slawischen Kultur teils erschwert, teils sogar verboten und unter Strafe gestellt, da es offiziell
in Griechenland nur eine moslemisch-türkische Minderheit gibt. Dies betrifft nicht nur Mazedonier, sondern auch Bulgaren und die slawisch-muslimischen Pomaken.Weblinks:
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