Französisch-Indien
Französisch-Indien (frz Établissements de l'Inde) bezeichnet heutige Teile Indiens, die bis zur Mitte des 20. Jahrhundert eine Französische Kolonie bildeten. Hauptstadt ist Pondicherry.
Französisch-Indien war 513km² groß und hatte 300.000 Einwohner (1949). Heute besitzt das Unionsterritorium eine Größe von 480km² und ca. 650.000 Einwohner.
Französisch-Indien bestand aus folgenden Teilen:
- Yanam (Yanaon, Godawaridelta; 1751 erworben)
- Karaikal (K. und Pondicherry, Koromandelküste; 1738 erworben)
- Pondicherry (Pondichéry, Karikal und P.; Koromandelküste; 1674 erworben)
- Mahe (Malabarküste; 1721 erworben)
- Chandannagar (Tschandernagar; nördl. von Kalkutta)
1673 hat für Frankreich die Kolonisierung von indischen Gebieten begonnen. 1949 kam es zur Volksabstimmung über den Verbleib von Frz.-Indien als freie Städte in der Französischen Union oder den Anschluss an Indien, wobei sich Chandannagar als einzige für den Anschluss entschied. Die restlichen Städte folgten 1956 (staatsrechtlich 1962) und bilden heute das Unionsterritorium.
Siehe auch
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