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Karl der Große ließ im Jahr 793 bei dem heutigen Ort Graben bei Treuchtlingen einen etwa 3000 m langen Kanal ausheben. Ziel der Unternehmung war die Nachschubversorgung für Karls Krieg gegen die Awaren, die 788 in Bayern eingefallen waren. Chronisten schrieben, dass unglückliche Boden- und Witterungsverhältnisse zum Abbruch des Projekts führten, einige Wissenschaftler sind allerdings der Meinung, dass der Kanal durchaus zum Einsatz kam und einige Zeit eine gewisse Bedeutung hatte. Die königliche Flotte Karl des Großen soll im Jahr 794 in Frankfurt/Main gesichtet worden sein. Dies wäre möglicherweise ein Beweis für die Nutzung der Fossa Carolina.
Eine andere Theorie der Entstehung deutet den Karlsgraben als eine Baumaßnahme zur Beschäftigung der nahegelegenen römischen Garnison in Weißenburg-Biriciana (90 - 253 n. Chr.), um zudem eine schiffbare Verbindung zu anderen Truppenteilen am Niederrhein zu schaffen.
Kanalbauten bestanden in der damaligen Zeit in Ermangelung der seinerzeit noch unbekannten Kammerschleuse aus einer Reihe von dammbegrenzten Teichen, wobei die Niveauunterschiede auf Rutschen oder Rollen überwunden wurden. Noch heute sind von dem Projekt eine etwa 500 m lange Wasserfläche und angrenzende Erdwälle erhalten.
Siehe auch: Fossa Eugeniana
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