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Nach der verlorenen Schlacht am Trasimenischen See 217 v. Chr wurde er zum Diktator ernannt. In dieser Funktion hielt er seine Soldaten nahe bei Hannibals Invasionstruppen und vermied gleichzeitig die Schlacht gegen die im offenen Feld überlegenen Karthager, war durch seinen hinhaltenden Widerstand jedoch in der Lage, die karthagischen Kräfte so zu binden, dass Hannibals Bewegungsfreiheit eingeschränkt wurde, seine eigene militärische Stärke aber erhalten blieb, womit er die Voraussetzungen für militärische Erfolge auf anderen Kriegsschauplätzen schuf.
Die Römer gaben ihm daraufhin seinen Beinamen als Beschimpfung, aber nach der Katastrophe in der wiederum offensiv geführten Schlacht von Cannae (216 v. Chr) wurde die Bedeutung seiner Taktik erkannt und Cunctator zum Ehrentitel. Verrucosus' Vorgehensweise wurde in der Folgezeit bestimmend für die Kriegführung der römischen Armee in Italien. Seine eigenen militärischen Erfolge sind gering (Ausnahme mag die Wiedereroberung Tarents 209 v. Chr sein), aber sein persönlicher Einfluss hielt Roms Widerstandskraft nach Cannae erfolgreich aufrecht.
Seine Vorsicht ist der Ursprung des Begriffs Fabianismus (siehe auch Fabian Society) in der Politik Großbritanniens zum Ende des 19. Jahrhunderts.
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, von Plutarch
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