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Leben
Piscator war einer der wichtigsten Regisseure des 20. Jahrhunderts und der bedeutendste Vertreter des "politischen Theaters". 1920/1921 gründete und leitete er das erste Proletarische Theater in Berlin, daneben inszenierte er im Auftrage der KPD politische Revuen. 1924 bis 1927 Oberregisseur an der Volksbühne in Berlin. Sein eigenes Theater, die "Piscator-Bühne", eröffnete er 1927 am Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg, 1929 musste er mit diesem Haus Konkurs anmelden. 1931 ging Piscator in die Sowjetunion, 1936 nach Paris und schließlich 1939 in die USA. 1951 kehrte er nach Deutschland zurück und kam 1962 wieder an die Freie Volksbühne in Berlin, die er bis zu seinem Tode als Intendant leitete.
Piscators Ehrengrab befindet sich auf dem Waldfriedhof in Berlin-Zehlendorf.
Heinrich Görtz: Erwin Piscator in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, 1974
Christopher Innes: Erwin Piscators's political theatre, Cambridge 1972
Maria Ley-Piscator: The Piscator experiment. The political theatre, Carbondale 1970
Erwin Piscator: Zeittheater. Das politische Theater und weitere Schriften, 1915-66, 1986
Erwin Piscator: Aufsätze, Reden, Gespräche. Schriften II. Hrsg. von Ludwig Hoffmann, Berlin 1968Inszenierungen
Knut Boeser/ Renata Vatková (Hrsg): Erwin Piscator. Eine Arbeitsbiographie in 2 Bänden. Berlin 1986
Band 1: Berlin 1916-1931
Band 2: Moskau-Paris-New York-Berlin 1931-1966
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