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Um dem Zorn Ahabs und Isebels zu entgehen, sendet Jahwe Elija nach Osten. Er soll sich am Bach Krith verstecken. Raben werden ihm das notwendige Essen bringen. Als der Bach austrocknet, fordert Jahwe ihn auf, nach Zarpath zu gehen. Dort versorgt ihn eine freundliche Witwe mit ihrem letzten Mehl und Öl aus Krügen, die daraufhin aufgrund des Wirkens Jahwes nie leer werden. Als der Sohn der Witwe stirbt, macht ihn Elija mit der Hilfe Jahwes wieder lebendig. Im ganzen Land entsteht eine große Hungersnot.
Elija wird von Jahwe wieder zu Ahab geschickt, der jedoch nicht vom Baalskult abgelassen und seinen Sinn Jahwe gegenüber verhärtet hat. Als Ahab ihn sieht, betrachtet er ihn nicht als einen Propheten, sondern als denjenigen, der Israel ins Unglück gestürzt hat.
Elija schlägt Ahab vor, durch eine Probe zu beweisen, wer der richtige Gott ist. Ahab und die Baalspriester willigen ein. Zwei Holzstöße werden auf dem Berg Karmel errichtet, auf denen jeweils ein junger Stier geopfert werden soll, ohne jedoch das Feuer von Menschenhand zu entzünden. Das soll alleine durch die Anrufung des jeweiligen Gottes geschehen, der damit seine Macht beweisen kann. 450 Propheten Baals flehen diesen an, ihren Holzstoß zu entzünden. Vom Morgen bis zum Mittag rufen sie. Nichts geschieht. Elija verspottet sie. Er gießt sogar noch eimerweise Wasser über seinen eigenen Holzstoß. Dann fordert er seine Propheten auf, Jahwe anzurufen. Da stößt plötzlich ein gewaltiger Feuerstrahl vom Himmel herunter, der Holzstoß entzündet sich und das Opfertier verbrennt. Die Menschenmenge fällt auf die Knie. Sie erkennen, das Jahwe, der Gott, der ihre Vorfahren aus Ägypten durch das Rote Meer nach Palästina geführt hat, nach wie vor Macht über die Naturelemente ausübt. Die Menge ist wütend, weil sie von den Baalspriestern so lange zum Narren gehalten worden sind. Die Baalspropheten werden ergriffen und auf der Stelle hingerichtet. (Wobei später Gerüchte aufkamen, Elijas "Wasser" sei in Wahrheit Petroleum gewesen; dieses Gerücht wird im 2. Makkabäerbuch erwähnt, aber zurückgewiesen.)
Später ernennt Elija seinen Schüler Elischa (Elisa, Elisäus) zu seinem Nachfolger und wird östlich des Jordans von einem feurigen Wagen in den Himmel gefahren. Gemäß der Bibel ist Elija Jahre nach dem Ereignis immer noch als Prophet tätig, was zeigt, dass er nur seinen Tätigkeitsbereich wechselte (2. Chronika 21, 12-15). Das wird auch daran deutlich, dass Elischa nicht um ihn trauerte.
Elija, der als zweitwichtigster Prophet nach Moses gilt, sollte nach jüdischer und christlicher Vorstellung wiederkommen, um das Erscheinen des Messias anzukündigen und das Volk auf dessen Herrschaft vorzubereiten. Im Christentum gilt Johannes der Täufer als symbolische Wiederkunft des Elija; im Judentum dagegen erwartet man sie in der Zukunft.
Für Jesus Christus war Elija kein Mythos, Jesus betrachtete gemäß den Berichten der Evangelien die alttestamentlichen Berichte um Elija als historische Tatsachen wie auch bei seinen Bezugnahmen auf Adam und Eva, Noah, Moses, Daniel und anderen biblischen Gestalten.
Siehe auch: Schreibung biblischer Namen
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