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In Belgien von Gruppen wie Front 242 begründet und deshalb gelegentlich auch als Belgian New Beat bezeichnet, übten jedoch DAF aus Deutschland den wohl größten Einfluss auf die Entstehungsgeschichte aus. Deren Thematik "Arbeit, Schweiß & Muskelkraft" wurde von Bands wie Nitzer Ebb oder den Krupps kurzerhand aufgegriffen und blieb bis Anfang der 90er innerhalb der EBM erhalten. Weitere Einflüsse von Interpreten wie Cabaret Voltaire, The Normal oder Kraftwerk sind unüberhörbar. Eine zweite Welle - musikalisch stark beeinflusst von Front 242 und Nitzer Ebb - fand ab Ende der 80er mit Projekten aus Deutschland (Bigod 20, Armageddon Dildos, Orange Sector, Tilt, Paranoid), Skandinavien (Scapa Flow, Pouppée Fabrikk) und Japan (2nd Communication, DRP) den Weg in die Clubs.
Zu den wichtigsten Vertretern zählten außerdem Vomito Negro, Force Dimension, Typis Belgis, Insekt oder Electro Assassin. Ferner gab es eine Menge anderer Projekte, welche man aufgrund einzelner Titel in das EBM-Genre einreihte. Beispele hierfür sind u.a. A Split-Second ("Colonial Discharge", "On Command/Live '89", "Crimewave"), à;GRUMH ("Generation", "Kill", "Danger Zone"), The Invincible Spirit ("Push!"), Pankow ("Sickness Takin' Over", "Das Wodkachaos"), The Klinik ("Moving Hands") oder AAAK ("Concrete")...
Acts wie Front Line Assembly, Skinny Puppy oder Numb zählten (sich) nicht zur Electronic Body Music, da dieser Begriff weder in Kanada, noch den USA geläufig war. Für die Musik dieser Projekte wurde nach wie vor die Bezeichnung Industrial verwendet. Auch steuerte man klanglich in eine andere Richtung, sodass einzig Front Line Assembly und ihr Seitenprojekt Noise Unit ("Alle gegen alles", "Deceit") dem Synonym EBM gerecht geworden wären...
Etwa 1993/94 fast zeitgleich mit Electro Wave das Feld geräumt, ebnete die EBM den Pfad für neuere Stilarten wie Dark Electro (yelworC, Trial, Mortal Constraint), Hardcore Electro (LeÆther Strip, Klute, frühe Wumpscut) oder Electro-Industrial (Dive, frühe www.suicidecommando.be Suicide Commando, Stin Scatzor...).
Eine feste Szene existierte nicht, jedoch war die Hörerschaft vorwiegend durch ihr militant geprägtes Auftreten (Tarn- und Lederhosen, Muskelshirts, Leder- und Bomberjacken, Schnürstiefel und 'Crew-Cut'-Haarschnitt, der später in leicht abgewandelter Form u.a. von Techno-Freaks übernommen wurde) auszumachen, was unglücklicherweise nicht selten zu Verwechslungen mit Anhängern aus der Punk- bzw. Fascho-Szene führte.
Auf die EBM berufen sich heute mehrere andere Musikrichtungen. Ebenso wie alle Spielarten des Electro zählen auch Future Pop und Techno die EBM zu ihren Ursprüngen.
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