Zwischen 1976 und 1978 errichtete Freileitungskreuzung der Elbe für 4 Drehstromkreise mit einer Betriebsspannung von 380kV. Die Elbekreuzung 2 besteht aus 4 Masten
einen Abspannmast auf dem niedersächsischen Festland mit einer Höhe von 76 Metern. Dieser Mast steht auf einer Grundfläche von 18 * 18 Metern. Er besitzt drei Traversen mit Spannweiten von 42 Metern, 51 Metern und 42 Metern in 37 Metern, 49 Metern und 61 Metern Höhe.
zwei Tragmasten von 227 Metern Höhe, von denen je einer auf der Insel Lühesand und einer auf dem schleswig-holsteinischen Festlands steht. Diese Tragmasten gelten als die höchsten Hochspannungsmaste der Erde. Diese Masten stehen auf einer Grundfläche von 45 * 45 Metern. Ihre drei Traversen, die 56 Meter, 70 Meter und 57 Meter lang sind, befinden sich in einer Höhe von 172 Metern, 190 Metern und 208 Metern. Diese beiden Tragmasten, die 980 Tonnen wiegen, verfügen über einen selbstfahrenden Kletteraufzug, der im Innern der Konstruktion in einer Stahlröhre führt. Sie sind zudem mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung für die Flugsicherheitsbefeuerung ausgerüstet. Die hierfür nötigen Geräte befinden sich in einem Häuschen in der Mastmitte.
einen Abspannmast auf dem schleswig-holsteinischen Festland mit einer Höhe von 62 Metern. Dieser Mast steht auf einer Grundfläche von 14 * 14 Metern. Er besitzt drei Traversen mit Spannweiten von 42 Metern, 51 Metern und 42 Metern in 23 Metern, 35 Metern und 47 Metern Höhe. Alle vier Maste der Elbekreuzung 2 sind mit Geländern versehenen Laufstegen ausgerüstet.
Die enorme Höhe der beiden Tragmaste auf der Insel Lühesand und der Hetlinger Schanze ist durch die von den Behörden geforderte Durchfahrtshöhe von 75 Metern auf der Elbe begründet. Von den 12 Leiterseilen der Elbekreuzung 2 wurden in der Anfangszeit nur 6 Leiterseile genutzt. Die anderen wurden wegen des schwierigen Seilzugs über die Elbe beim Bau der Elbekreuzung 2 an den Masten installiert, aber an den beiden Abspannmasten der Elbekreuzung 2 geerdet. Als in den 90er Jahren beschlossen wurde, die Bahnen in Schleswig-Holstein zu elektrifizieren wurde entschieden, 4 der 6 ungenutzten Leiterseile der Elbekreuzung 2 für eine Bahnstromleitung zu nutzen. Hierfür mussten auf den der Elbekreuzung 2 anschließenden Leitungsabschnitt 4 Leiterseile für 110kV-Bahnstrom installiert werden.
Weblinks
structurae.de/de/structures/data/s0012155/index.cfm Abspannmast Elbekreuzung 1 in Niedersachsen
structurae.de/de/structures/data/s0012154/index.cfm Abspannmast Elbekreuzung 2 in Schleswig-Holstein
Literatur
"Die Maste der neuen 380-kV-Hochspannungsfreileitung über die Elbe" der NWK Sonderdruck aus "Der Stahlbau" 48. Jahrgang Heft 11 und 12 Seite 321 bis Seite 326 Seite 360 bis Seite 366, Verfasser: Friedrich Kießling, Hans Dieter Sperl und Friedrich Wagemann
"Die neue 380-kV-Elbekreuzung der Nordwestdeutsche Kraftwerke AG" der NWK Sonderdruck aus "Elektrizitätswirtschaft" 77. Jahrgang Heft 10 8. Mai 1978 Seite 341 bis Seite 352
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