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1 Historie bis Gegenwart 2 Organisation Verkehr 3 Die neuen Schienenfahrzeuge |
Historie bis Gegenwart
Die erste Eisenbahn Mallorcas, die Ferrocarriles de Mallorca zwischen Palma und Inca, wurde im Februar 1875 eröffnet. Sie wurde überwiegend mit englischem Material als Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 914 mm gleich 3 englische Fuß gebaut, was die Verwendung damals bereits verfügbaren englischen Dampflokomotiven und Wagen ermöglichte und somit die Kosten niedrig hielt. In den darauf folgenden Jahren wurden die weiteren Strecken über Manacor nach Arta, nach Sa Puebla , von Santa Maria an der Strecke Palma-Inca nach Felanitx und von Palma nach Santanyi errichtet. Keine davon, mit Ausnahme der ursprünglichen Strecke von Palma nach Inca, die zwischenzeitlich auf Meterspur umgespurt und mit Dieseltriebwagen modernisiert wurde, ist noch in Betrieb und die Gleise sind vielfach verschwunden. Eine Ausnahme macht hier die Strecke nach Sa Puebla, die gerade in Meterspur neu verlegt wurde und bis Alcudia an der Nordostküste verlängert werden soll.
Eine weitere Eisenbahn auf Mallorca ist die Bahn von Sóller, die zwischen Sóller an der Nordküste und Palma gebaut wurde um damit landwirtschaftliche Güter, vorwiegend Orangen, aus der Gegend um Sóller zum Markt in Palma zu transportieren. Bis dahin mussten diese mit Karren über die Berge der Sierra de Alfabia gezogen oder von Puerto de Sóller aus auf dem Seewege um die Insel herumgeschifft werden. Diese Bahn mit mehreren Tunneln und einem beeindruckenden Viadukt wurde ebenfalls in 914 mm Spurweite errichtet und nahm im April 1912 am gleichen Tag, als die Titanic sank, den öffentlichen Betrieb mit Dampflokomotiven auf. Eine Straßenbahn, auch mit 914 mm Spurweite, von Sóller nach Puerto de Sóller wurde angeschlossen und im darauf folgenden Jahr eröffnet. Die Hauptstrecke wurde 1929 elektrifiziert und benutzt seither dieselben holzverkleideten Triebwagen und Wagen mit ihrem charakteristischen "Wildwest"-Aussehen. Die Triebwagen, wie auch die Streckenführung, erinnern an die frühen Tage der Rhätischen Bahn in der Schweiz, wenn auch mit einer deutlichen mediterranen Note und wurden von Siemens-Schuckert aus Deutschland geliefert.
| Streckenabschnitt | eröffnet | Länge (km) | Einstellung |
| Palma - Inca | 1875 | 28,60 | noch in Betrieb |
| Palma - Hafen | 1877 | 2,90 | 1931 eingestellt |
| Inca - Sineu | 1878 | 13,84 | 1977 eingestellt |
| Anschluß Sa Pobla | 1878 | 13,10 | 1981 eingestellt |
| Sineu - Manacor | 1879 | 21,31 | 1977 eingestellt |
| Sta. Maria - Felanitx | 1897 | 42,79 | 1964 eingestellt |
| Palma - Llucmajor | 1916 | 0,72 | 1964 eingestellt |
| Llucmajor - Campos | 1917 | 17,5 | 1964 eingestellt |
| Manacor - Son Servera | 1927 | 20,38 | 1977 eingestellt |
| Son Servera - Artá | 1927 | 9,97 | 1977 eingestellt |
| 2.Spur Inca - Palma | 1931 | 28,6 | noch in Betrieb |
| U-Bahn Palma | 1931 | 2,13 | 1964 eingestellt |
| Bahnhof Consell - Alaró | 1881 | 3,72 | 1941 eingestellt |
| Palma - Sóller | 1912 | 27,2 | noch in Betrieb |
| Sóller - Hafen | 1913 | 4,9 | noch in Betrieb |
| Inca - Sineu | 2002 | 13,84 | Neubau |
| Sineu - Manacor | 2003 | 21,4 | Neubau |
| Inca - Manacor | 2003 | Wiederröffnung teilweise neue Streckenführung | |
| Inca - Manacor | 2004 | Vorübergehend eingestellt Bahnkörper-Schäden |
Mit der Inbetriebnahme des neuen Teilstückes wird Ende September 2004 gerechnet.
Heute besteht lediglich noch das Netz aus der Verbindung Palma - Inca - Manacor und Inca - Sa Pobla und die Strecke Palma - Sóller mit der Strassenbahn Sóller - Puerto Sóller.
Die Strecke von Palma nach Soller ist eine echte Gebirgseisenbahn, denn sie überquert auf ihrer Reise das Hochgebirge der Insel in einem 2857 m langen Tunel Majorl. Auf dem Weg dorthin überwindet die Strecke einige 100 Höhenmeter in einem alpin anmutenden Gelände. Der Höhenunterschied der nördlichen Rampe vom Ausgang des Scheiteltunnels bis nach Soller wird in einer weiten Kehrschleife und einem Kehrtunnel ausgefahren, die Streckenentwicklung ähnelt damit sehr der Transkorsischen Eisenbahn.
Motorenleistung gesamt: 620 KW bei 2100 U/min
Sitzplätze je Einheit : 252
Stehplätze je Einheit : 156
Sonderausrüstung:
Zugführungssystem
Automatische Stationsansage, Sprechfunksystem
Mechanisch-Pneumatische Türautomatic mit Sensorüberwachung
Feuerlöschsystem
Klimaanlage mit seperaten Dieselgenerator
Organisation Verkehr
Die Aufsicht über den Verkehr auf den Balearen untersteht dem: Govern de les Illes Balears (Ministerium für Verkehr- und Bauwesen).
Zuständigkeit:
Koordination des Bahn-, Autobus-, Schiff- und FlugverkehrUnternehmen
Palma - Inca - Manacor und Inca - Sa Pobla
Zur Zeit sind folgende Orte mit14 Bahnstationen realisiert:
Palma, Verge de Lluc, Pont d'Inca, Pont d'Inca Nou, Polígon de Marratxí, Marratxí, Santa Maria, Alaró-Consell, Binissalem, Lloseta, Inca, Llubí, Muro und Sa Pobla.
Fahrzeit:
Palma - Manacor 53 Minuten.
Auskunft der Fahrzeiten:
Ferrocaril de Mallorca Pza. España. - Tel. 971 75 22 45
Auskunft der Fahrzeiten:
Ferrocaril de Soller Pza. España. - Tel. 971 72 20 51Die neuen Schienenfahrzeuge
Eigesetzt werden seit dem Jahre 2002 bei SFM die Fahrzeuge der Firma CFA
Hersteller
Gebaut und Entwickelt von der Firma CAF in Beasain(Guipuzcoa) España.
CAF seit mehr als 100 Jahren werden dort Schienenfahrzeuge nach Kundenwunsch gefertigt und
CAF lieferte auch Triebwagen unter anderem an:
Ausführung für SFM Strecken
Typ: UNIDADES DIESEL (SFM) Dieseltriebwagen.
Entwurf, Planung, Fabrikation und Testfahrten der Züge wurde in der Zeit von 1995 bis 1998 realisiert. Jedes Fahrzeug verfügt über 2 Dieselmotoren mit hydraulischem Getriebe.Daten
Länge: 32 m
Spurweite: 1000 mm
Fahrzeugbreite: 1,2 m
Höhe: 3,745 m
Türen auf jeder Seite: 2
Türbreite: 1,2 m
Geschwindikeit maximal: 100 Km/h
siehe auch: Woher kam die Kohle für die alten Dampf-Lokomotiven
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |