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Kritiker bezweifeln, ob dies möglich ist und verweisen auf die in fast allen Staaten Europas etablierten Richtungsgewerkschaften. Die Idee der Einheitsgewerkschaft stammt u.a. aus der Zeit des II. Weltkrieges. Nachdem die Nationalsozialisten im Jahr 1933 die bis zu diesem Zeitpunkt in Deutschland existierenden Richtungsgewerkschaften zwangsweise aufgelöst und durch die Deutsche Arbeitsfront (DAF) ersetzt hatten, setzte nach dem Ende des Krieges eine Diskussion um einen Neuanfang ein. Dabei spielte auch die Theorie eine Rolle, ob die "Zerissenheit" der deutschen Gewerkschaften die Machtübernahme durch die NSDAP erleichtert habe und ob man mit einer Einheitsgewerkschaft derartiges für die Zukunft verhindern könne. Eine weitere Theorie war, man müsse der Geschlossenheit im Arbeitgeberlager eine Einheitsorganisation entgegenstellen, um erfolgreich sein zu können. Die zwei Theorieansätze sind immer noch nicht abschließend geklärt.
Begünstigt wurde die Gründung der Einheitsgewerkschaften zusätzlich durch die Politik der Alliierten, die den Richtungsgewerkschaften eine Wiederzulassung verweigerten. In späteren Jahren kam es dann aufgrund von kritisierter politischer Einseitigkeit des DGB zugunsten der SPD zur Neugründung verschiedener, vor allem der "Christlichen Gewerkschaften"
Der DGB sieht sich "seit seiner Gründung 1949 ... dem Prinzip der Einheitsgewerkschaft verpflichtet: pluralistisch und politisch unabhängig, keineswegs jedoch neutral."www.dgb.de/dgb/dgb.htm Dem widersprechen unter anderem die Christliche Gewerkschaft Metall.
Siehe auch: Gewerkschaftspluralismus, Gelbe Gewerkschaften
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