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Weite Bekanntheit erlangte er 1975 nach der Veröffentlichung von Sociobiology: The New Synthesis. Seine Thesen zum Wechselspiel zwischen Evolution und sozialen Verhaltensweisen bei Tieren und Menschen war sowohl einflussreich als auch kontrovers. Insbesondere das letzte Kapitel, in dem er seine Überlegungen auf den Menschen und sein Verhalten anwendet, haben zu andauernder und intensiver Kritik geführt. Gleichzeitig hat Wilson mit diesem Buch und dem 1983 erschienenen Promethean Fire die Soziobiologie begründet.
Die soziobiologische Vorstellung, das menschliches Verhalten im Zusammenhang mit der Evolution des Menschen zu sehen sei, hat Wilson den Vorwurf des Rassismus eingetragen. Allergings hat Wilson nie den Sozialdarwinismus unterstützt, der die Vorstellung des "Überlebens des Stärksten" auf die menschliche Gesellschaft übertragen wollte. Seine Theorie stellte keinerlei ethische Ansprüche, worauf seine Kritiker allerdings nicht eingehen.
Daneben vertritt Wilson die Ansicht, dass in der Evolution Gene, und nicht Individuen im Mittelpunkt stehen. Dieses Thema wurde von Richard Dawkins in dessen Buch The Selfish Gene aufgegriffen und detailiert betrachtet.
Ein weiteres Arbeitsgebiet Wilsons sind die Massenaussterben vieler Arten in der Erdgeschichte. In Diversity of Life argumentiert er, dass die Menschheit durch die Zerstörung der Umwelt derzeit ein sechstes Massensterben einleite. Er spricht sich entschieden gegen die Vorstellung aus, dass der Schutz einiger Gebiete ausreiche, das Netz von untereinander abhängigen Arten zu erhalten.
Veröffentlichungen
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