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Editionsgeschichte der Werke Johann Gottfried von Herders

Editionsgeschichte der Werke Johann Gottfried von Herders

Herders "Sämtliche Werke" erschienen zuerst in einer von J. Georg Müller, Johannes v. Müller und Heyne unter Mitwirkung von Herders Witwe u. Sohn veranstalteten Ausgabe (Stuttg. 1805-20, 45 Bde. mit den Nachträgen 1827-30, 60 Bde.; später Ausg., das. 1852-54, 40 Bde.). Die Entfremdung des Publikums veranlaßte die "Ausgewählten Werke" in einem Band (Stuttg. 1844), "Geist aus Herders Werken" (Berl. 1826, 6 Bde.), "Ausgewählte Werke" (hrsg. von H. Kurz, Hildbnrgh. 1871, 4 Bde.), "Ausgewählte Werke" (hrsg. von Ad. Stern, Leip. 1881, 3 Bde.). Dagegen erstrebten wieder Vollständigkeit die Ausgabe in der Hempelschen "Nationalbibliothek" (Berl. 1869-79, 24 Tle., mit Biographie von Düntzer) und die große kritische, von Suphan geleitete Ausgabe von "Herders Werken" (das. 1877 bis 1887, 32 Bde.), eine Musterarbeit ersten Ranges, ein Zeugnis höchster Pietät, Gewissenhaftigkeit und kritischer Sorgfalt. Auf Grund der letztern Ausgabe gaben Suphan und Redlich "Herders ausgewählte Werke" (Berl.1884 ff.) in 9 Bänden heraus. Eine iingekrönte Preisschrift Herders: "Denkmal Joh. Winckelmanns", von 1778 gab Alb. Duncker (Kassel 1882) heraus. Sammlungen von Briefen Herders veröffentlichen Düntzer und F. G. v. Herder in de.) Werken: "Aus Herders Nachlaß" (Frankf. 1856-57 3 Bde.), "Herders Briefwechsel mit seiner Braute (das. 1858), "Herders Reise nach Italien" (Gießen 1859) und "Von und an H." (Leipz. 1861-62, 3 Bde.) Vgl. auch Suphan, Goethe und H. ("Preußische Jahrbücher" 1878). Ein sehr. reichhaltiger literarischer Nachlaß Herders ward für die königliche Bibliothek in Berlin angekauft und von Suphan und seinem Mitarbeitern bei der kritischen Ausgabe wohl benutzt. Von biographisch-kritischen Schriften über H. sind außer den von seiner Gattin gesammelten "Erinnerungen" (s. unten) und dem von seinem Sohn Emil Gottsried v. H. verfaßten "Lebensbild" (Erlang. 1846-47, 3 Bde.) zu erwähnen: Danz und Grn- ber, Charakteristik I. G. v. Herders (Leipz. 1805) ferner: H. Döring, Herders Leben (2. Aufl., Weim. 1829); "Weimarisches Herder-Album" (Jena 1845); Rosenkranz, Rede zur Säkularfeier Herders etc. (Königsb. 1844); Igor v. Sivers, Hiu Riga (Riga 1868); Derselbe, Humanität und Nationalität, zum Andenken Herders (Berl. 1869); Ioret, H. et la Renaissance llttéraire en Allemagne (Par. 1875); namentlich aber das biographische Hauptwerk, das alle frühern Versuche weit hinter sich läßt: R. Haym, H. nach seinem Leben und seinen Werken (Berl. 1880 bis 1885, 2 Bde.), eine Meisterleistung streng fachlicher und zugleich liebevoller Lebensdarstellung und Beurteilung. Vgl. außerdem Werner, H. als Theologe (Berl. 1871); I. G. Müller, Aus dem Herderschen Hause, Aufzeichnungen 1780-82 (hrsg. von Bächthold, das. 1881); Renner, Herders Verhältnis zur Schule (Götting. 1871); Bärenbach, H. als Vorgänger Darwins und der modernen Naturphilosophie (Berl. 1877); Lehmann, H. in seiner Bedeutung für die Geographie (das. 1883).
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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