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Der Dualraum V* ist selbst ein Vektorraum, sofern man ihn mit Vorschriften zur Addition und Multiplikation ausstattet, die man aus dem Raum V überträgt: mit f, g aus V*, x aus V und α aus K setzt man:
Die Wirkung sämtlicher Elemente von V* auf V kann man als eine einzige Bilinearform <,> : V* × V → K zusammenfassen:
Der topologische Dualraum ist wieder ein Banachraum mit der Norm Besonders einfach ist der (topologische) Dualraum, falls V ein Hilbertraum ist. Nach einem Satz, den F. Riesz und M. Fréchet 1907 unabhängig voneinander bewiesen, sind ein Hilbertraum und sein Dualraum isometrisch isomorph zueinander. Die Vertauschbarkeit von Raum und Dualraum kommt besonders deutlich in der Bra-Ket-Schreibweise von Dirac zum Ausdruck.
Da jeder endlich-dimensionale Vektorraum über den reellen oder komplexen Zahlen isometrisch isomorph zu einem Hilbertraum ist, sind endlich-dimensionale Räume stets selbstdual.
Bidual
Da der Dualraum V* eines Banachraums wieder ein Banachraum ist, kann man den Dualraum des Dualraums, den sogenannten Bidualraum V** betrachten. Hier ist interesant, dass es eine kanonische Einbettung von V in V** gibt. (Das heißt: jedes Element des ursprünglichen Raums V ist auf natürliche Weise auch eine Element des Bidualraums). Wenn sich jedes Element des Bidualraums durch eine Element aus V dastellen lässt, genauer wenn die kanonische Einbettung ein Isomorphismus ist, dann heißt der Banachraum reflexiv.
Reflexive Räume sind einfacher zu handhaben als nicht reflexive. Sie sind in gewisser Weise den Hilberträumen am ähnlichsten. Ein Beispiel für einen nicht-reflexiven Raum ist der Raum der stetigen Funktionen mit der Maximumsnorm.
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