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Noch im gleichen Jahr wurde mit der Errichtung der Westfassade begonnen. Nach dem Tod di Cambios kamen die Arbeiten zum erliegen, da die Ressourcen zum Bau der dritten Stadtmauer und zur Errichtung des Palazzo Vecchio genutzt wurden. Erst die spätere Berufung Giottos brachte neue Impulse. Doch Giotto, schon 68 Jahre alt, richtete seine ganze Energie auf den Campanile, den separat stehenden Glockenturm. Wenn schon der Dom nicht in kurzer Zeit zu vollenden war, so wollte er Florenz wenigstens mit dem Campanile ein alles überragendes Wahrzeichen schenken.
Ab 1330 übernahm die Wollweberzunft die Verantwortung für den Dombau. In den folgenden Jahren bis 1368 hatten neue Baumeister die Pläne immer wieder modifiziert, bis im genannten Jahr neue Pläne gebilligt und das danach entstandene Ziegelmodell (Maßstab 1:10) für verbindlich erklärt wurde. Der Bau konnte nun schneller vorangetrieben werden. Schon 1379 wurde das Langhaus, das Kirchenschiff, für den Gottesdienst in Gebrauch genommen.
1417 legte Brunelleschi sein erstes Kuppelmodell vor, nachdem vorher beschlossen wurde, eine noch prächtigere und größere Kuppel zu erstellen, als das erste Modell vorsah. Der Bau der 107 Meter hohen Kuppel mit einem Durchmesser von 45 Metern dauerte 14 Jahre (1420-1434). Aufgrund ihrer Einzigartigkeit wird sie noch heute als Höhepunkt der Renaissance gesehen. Der Dom wurde nach der Fertigstellung der Kuppel im Jahre 1436 in Anwesenheit von Donatello, Brunelleschi, Ghiberti, Michelozzo und Alberti geweiht. Bis Ende des 16. Jahrhunderts gab es immer wieder kleinere Arbeiten am Dom.
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