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Zum Zweiten waren einige der Methoden von Griaule wissenschaftlich angreifbar. Die wahrscheinlichste Erklärung des Sirius Geheimnis ist ein kulturelles Missverständnis. Griaule hatte nur eine kleine Gruppe der Dogon nach ihrer Mythologie befragt, und sie dafür entlohnt. Griauls Fragemethoden waren aber aus heutiger Sicht sehr zweifelhaft, da er Suggestivfragen stellte. Die Dogon, die einerseits den willkommenen Zusatzverdienst schätzten und
andererseits noch stark von der Autoritätsgläubikeit an die Kolonialherren geprägt waren, beantworteten Griaules Fragen, weniger
nach ihrem eigenen Glauben, sondern wie es der Fragesteller gerne hören wollte.
Tatsächlich haben Anthropologen in späterer Zeit (z.B. Walter van Beek, 1991) weder Anzeichen des Wissen um den Sirius B noch ein großes Interesse an Astronomie bei den Dogon festgestellt.Kritik
Die Erkenntnis, dass die Dogon wirklich den Begleitstern des Sirius kennen, ist durchaus zweifelhaft. Zum Ersten verdankten
wir alle Erkenntnisse über dieses Volk fast ausschliesslich den Studien des Antropologen Marcel Griaule, der Anfang
des 20. Jahrhundert bei den Dogon gelebt und ihre Kultur erforscht hat. Da die Dogon aber zu diesem Zeitpunkt schon
Kontakt mit der westlichen Zivilisation hatten, kann das Wissen über den Sirius durchaus von westlichen Missionaren stammen.
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