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Dateiname

Ein Dateiname ist der Name, der eine Datei auf einem Datenträger identifiziert. Meist wird eine Datei zusätzlich durch einen Verzeichnisnamen charakterisiert.

Ein Dateiname kann - abhängig vom jeweiligen Betriebssystem - aus mehreren Teilen bestehen. Die einzelnen Teile sind durch bestimme Zeichen, die in der Regel nicht Teil des Dateinamens sein können, getrennt.

Die Länge des Dateinamens wird durch das Betriebssystem bestimmt und kann daher variieren. So kann ein Dateiname unter dem Betriebssystem MS-DOS maximal 12 Zeichen lang sein, inklusive Erweiterung.

Einige Betriebssysteme machen den Typ einer Datei von der Dateiendung abhängig, andere arbeiten ohne diese Konvention.

Inhalt
1 Unix
2 CP/M, MS-DOS, Windows bis Version 3.11
3 Windows ab Version 95
4 VMS

Unix

Unix- und Unix-ähnliche Betriebssysteme wie z.B. Solaris oder Linux kennen nur einen Dateinamen. Alle Zeichen außer / und dem Nullzeichen sind erlaubt. Frühe Versionen hatten 1 bis 14 Zeichen lange Dateinamen. Die BSD-Varianten führten bis zu 255 Zeichen lange Namen ein.

Ein vollständiger Dateiname besteht aus mehreren Komponenten, den Pfadnamen. Jeder Pfadname unterliegt den Regeln des Dateinamens, kann also 14 bzw. 255 Zeichen lang sein. Die Pfadnamen werden durch das Zeichen / getrennt. Der letzte Name kennzeichnet die eigentliche Datei. Die vorhergehenden Pfadnamen sind entweder Verzeichnisnamen oder symbolische Verweise (symbolic links) auf Verzeichnisnamen.

Beim Zugriff wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

Beispiele:

 /home/user/Dokumente/brief.txt
 /usr/bin/texteditor

Beginnt ein vollständiger Dateiname mit dem Zeichen /, so wird das Wurzelverzeichnis als Startverzeichnis bei der Suche verwendet. Andernfalls wird zur Vereinfachung das aktuelle Arbeitsverzeichnis verwendet, das jeder Prozess individuell setzen kann. Über das Wurzelverzeichnis sind alle Dateien eines Systems erreichbar.

Der Dateiname '.' (Punkt) bezeichnet das aktuelle Arbeitsverzeichnis. Der Name '..' verweist auf das übergeordnete Verzeichnis.

Auch das Leerzeichen, der Zeilentrenner oder die so genannten Wildcards '*' und '?' können Teil eines Pfadnamens sein. Solche Zeichen bringen allerdings häufig später Probleme mit sich, da z. B. viele Skriptee damit nicht umgehen können.

Ein Unix-System verwendet keine speziellen Erweiterungen, wie .EXE oder .CMD. Es hat sich allerdings eingebürgert, Dateien eines bestimmten Types, wie in anderen Betriebssystemen, auch mit einem Punkt und einer entsprechenden Erweiterung zu versehen um die Übersichtlichkeit zu erhöhen. Beispielsweise wird die Endung .c für C-Quellprogramme verwendet. Ausführbare Dateien, also Programme und Skripte, erhalten keine Endung.

Dateien deren Namen mit einem Punkt beginnen, werden üblicherweise als "versteckte" Dateien behandelt und normalerweise nicht mit angezeigt.

CP/M, MS-DOS, Windows bis Version 3.11

Ein Dateiname unter CP/M, MS-DOS (und MS-Windows bis zur Version 3.11) besteht aus einem Namen der aus maximal acht Zeichen besteht, und optional einem Punkt und maximal drei Zeichen Erweiterung, die auch den Typ der Datei angibt.

Erweiterungen werden oft von Programmen reserviert. .TXT wird beispielsweise für Textdateien verwendet. Das System selbst verwendet spezielle Erweiterungen wie .BAT für Skriptdateien und .EXE oder .PRG für ausführbare Dateien.

Verzeichnisse sind normale Dateienamen ohne Erweiterung. Jede Datei und jedes Verzeichnis befindet sich auf einem Laufwerk, das durch eine Buchstaben und einen Doppelpunkt gekennzeichnet wird. Ein vollständiger Namen besteht aus dem Laufwerk, optional einem oder mehreren Verzeichnisnamen und dem eigentlichen Dateinamen,ldie durch \\ getrennt werden.

A:\\MSDOS.SYS
C:\\DOKUMENT\\BRIEF.TXT

Da nur acht Zeichen zur Verfügung stehen, werden die Bezeichnungen oft verstümmelt. Die Namen '.' und '..' sind wie unter Unix für das aktuelle Verzeichnis und das übergeordnete Verzeichnis reserviert.

Beim Zugriff wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

Windows ab Version 95

Unter Windows (Windows 95, 98, ME, NT, 2000, XP) besteht ein Dateiname aus dem Namen, einem Punkt und einer Erweiterung, die den Dateityp festlegt. Es können auch mehrere Punkte in einem Dateinamen angegeben werden, der letzte Punkt dient dann zur Trennung von Name und Erweiterung.

Zur Wahrung der Kompatibilität mit alten MS-DOS Programmen kann der Dateiname auch in der so genannten 8.3-Notation angegeben werden. Dabei wird der Dateiname eindeutig mit acht Zeichen für den Namen, einem Punkt und bis zu drei Zeichen für die Dateierweiterung dargestellt.

Der Begriff Lange Dateinamen wird ausschließlich für Windows benutzt, da alle anderen Betriebssysteme seit jeher wenige Einschränkungen (bzw. Einschränkungen die in der Praxis nicht so relevant waren) in der Länge der Dateinamen hatten.

VMS

Unter VMS besteht ein Dateiname aus dem Namen, einem Punkt, einer Erweiterung einem Semikolon und einer Versionsnummer. Die Versionsnummer wird nach jeder Veränderung der Datei um Eins erhöht. Dadurch kann man mehrere Versionen (Anzahl ist einstellbar) derselben Datei gleichzeitig halten.

Dateinamen können bis zu 32 Zeichen lang sein, wobei nur bestimmte Zeichen (Buchstaben, Ziffen, Unterstrich, Dollarzeichen) erlaubt sind. Es wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Die Erweiterung kann bis zu vier Zeichen umfassen. Sie wird durch einen Punkt getrennt und ist nicht Teil des Dateinamens. Die spezielle Erweiterung .DIR kennzeichnet Verzeichnisse.
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.



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