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Geschichte
An der Stelle der heutigen Stadt befand sich schon seit prähistorischer Zeit eine Siedlung. Nach der römischen Eroberung Dakiens unter Kaiser Trajan wurde diese Dakersiedlung Napoca zu einem Legionslager ausgebaut, doch entwickelte sich auch die zivile Siedlung als Verkehrsknotenpunkt schnell zu einem bedeutenden städtischen Mittelpunkt. Schon unter Kaiser Hadrian (117-138) erhielt Napoca die Rechte eines Municipiums und hieß jetzt Municipium Aelium Hadrianum Napoca. Wahrscheinlich unter Kaiser Mark Aurel erfolgte die Gründung einer römischen Kolonie. Im 3. Jahrhundert überflügelte Napoca sogar die Provinzhauptstadt Porolissum und wurde Sitz des Prokurators. In der Völkerwanderungszeit ist Napoca zerstört worden.
Die Stadt wurde im 13. Jahrhundert von deutschen Siedlern, den Siebenbürger Sachsen am Ufer des Flusses Kleiner Samosch (rum. Someşul Mic) neu erbaut. Von 1790 bis 1867 war Klausenburg Hauptstadt des Großfürstentums Siebenbürgen. Nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich von 1867 wurde Siebenbürgen integraler Bestandteil des zentralisierten Ungarn. Klausenburg, die zweitgrößte Stadt des Königreichs, wurde Sitz des Komitats Kolozs.
Nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte die Angliederung Siebenbürgens an Rumänien. 1940 gelangte Nordsiebenbürgen mit Klausenburg durch den Zweiten Wiener Schiedsspruch wieder bis 1944/1945 an Ungarn und fiel mit der Wiederherstellung der Grenzen von 1937 an Rumänien zurück. Noch heute ist Klausenburg allerdings das kulturelle Zentrum der ungarischen Minderheit in Rumänien. Unter anderem wurde hier Matthias Corvinus, König von Ungarn, geboren.
Heute ist es eines der wichtigsten kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Zentren Rumäniens. Von den sechs staatlichen Universitäten der Stadt ist die Babeş-Bolyai-Universität Cluj eine der wichtigsten in Ost- und Mitteleuropa. Mit über zehn praktizierten Religionen verfügt Klausenburg über eine große religöse Vielfalt, wobei die Mehrzahl der Einwohner dem orthodoxen Glauben angehört.
Wichtige Museen sind das Kunst- und Literaturmuseum und das Muzeul Naţional de Istorie a Transilvaniei, das die Geschichte Transilvaniens präsentiert.
Landschaft und Klima
Die Landschaft wird durch den Fluss Someşul Mic, Berge, Wälder mit großem Wasserreichtum geprägt. Neben großen Seen und Stromschnellen gibt es auch einige unterirdische Gewässer. Das kontinental-gemäßigte Klima erzeugt große jahreszeitliche Temperaturschwankungen mit heißen Sommern und kalten Wintern.Kunst und Kultur
Die Stadt hat eine lange und große Theatertradition. Das Teatrul National und das Teatrul Maghiar und das besonders bei Kindern beliebte Puppentheater Puck wären zu nennen. Zwei große Opern und eine große Anzahl von Festivals und Wettbewerben dokumentieren den kulturellen Anspruch. Zu einer festen Institution sind etwa das Mozartfestival sowie das zur Erinnerung an den Dichter und Philosophen Lucian Blaga stattfindende Festival geworden, auf dem Gedichte vorgetragen werden.Sehenswürdigkeiten
Im Laufe der Zeit sind einige bekannte Baudenkmäler entstanden, z. B. die St.-Michaels-Kathedrale, die alte Burg, das Nationaltheater und das Bánffy-Palais. Bekannt ist auch der botanische Garten der Universität.Handel und Wirtschaft
In den letzten Jahren sind viele Hochhäuser gebaut worden, vor allem von Banken (Regionalstelle der Rumänischen Bank für Entwicklung, Rumänische Commerzbank oder der Hauptsitz der Banca Transilvania). Dank der zunehmenden Bedeutung als Handelszentrum sind neben Banken auch vermehrt bekannte internationale Geschäfte zu finden.Verkehr
Die zwischen Budapest und Bukarest geplante Autobahn wird entlang der Route der jetzigen Europastraße 60 auch an Klausenburg vorbeiführen. Vom internationalen Flughafen kann man in Direktflügen Bukarest, Timişoara, Frankfurt, München, Wien, Budapest, Mailand, Bologna und demnächst Prag erreichen.Partnerstädte
Klausenburg ist mit 14 Städten weltweit durch Partnerschaft verbunden, und zwar Köln (Deutschland), São Paulo (Brasilien), Columbia (USA), Be'er Sheva (Israel), Pécs (Ungarn), Zagreb (Kroatien), Zhengzhou (China), Chacao-Caracas (Venezuela), Dijon und Nantes (Frankreich), Suwon (Südkorea), Makati, (Philippinen), Korca (Albanien) und Cervia (Italien).
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