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Chorgestühl

Als Chorgestühl bezeichnet man die zwei- oder mehrreihigen Sitzreihen an den Längsseiten des Chorraums einer Kirche.

Sie werden etwa seit dem 13. Jahrhundert aufgestellt. Die hölzernen Sitzreihen sind gestuft und nach hinten mit einer Rückwand (Dorsale) abgeschlossen. Die Chorstühle (Stallen) - oft Klappsitze - haben Armlehnen (Accoudoir) und sind manchmal aber auch durch Wände getrennt. Hochklappbare Sitzbretter haben an ihrer Unterseite meist Konsolstücke, die so genannten Miserikordien (lateinisch: misericordia=Mitleid, Barmherzigkeit), an die man sich mit dem Gesäß abstützen und dadurch die Beine bei langem Stehen entlasten kann.

Das Chorgestühl wurde von geistlichen Würdenträgen unter anderem in Gottesdiensten und bei Stundengebeten genutzt.

Das Dorsale ist die ursprüngliche Bezeichnung für textile Behänge oder Wandbehänge im Chorgestühl und im ungeweihten Bereich. Später wurde diese Bezeichnung für die reich verzierte hölzerne Rückwand des Chorgestühls genutzt.

Das Chorgestühl ist häufig durch Schnitzereien reich verziehrt - ein prachtvolles Beispiel ist das spätgotische Werk von Jörg Syrlin im Ulmer Münster.
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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