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Chinesisch in der einen oder anderen Variante wird heute von ca. 1,2 Milliarden Menschen gesprochen, von denen die meisten in China und Taiwan leben.
Die am weitesten verbreitete Variante ist das Hanyu (Mandarin, Sprache der Han), welches die Muttersprache von ca. 850 Millionen Menschen ist. Weitere wichtige chinesische Sprachen sind Gan (20 Mio. Sprecher), Hakka (25 Mio. Sprecher), Jinyu (45 Mio. Sprecher), Min Bei (10 Mio. Sprecher), Min Nan (40 Mio. Sprecher), Wu (Shanghaiisch, 77 Mio. Sprecher), Xiang (36 Mio. Sprecher) und Yue (Kantonesisch, mehr als 80 Mio. Sprecher). www.ethnologue.com/show_country.asp?name=China www.ethnologue.com/show_country.asp?name=Taiwan
Der Language Code ist zh bzw. chi oder zho (nach ISO 639). In Webbrowsern wird oftmals präziser, aber nicht standardkonform mit zh-TW (Taiwan) und zh-CN (VR China) unterschieden.
Die Chinesischen Sprachen – am stärksten ausgeprägt das klassische Chinesisch der Antike – sind isolierende Sprachen, das heißt, die einzelnen Worte stehen als isolierte Einheiten nebeneinander und werden nicht verändert (z. B. durch Deklination oder Konjugation). Grammatische Merkmale wie Anzahl, Fall oder Zeit werden durch hinzugefügte kennzeichnende Wörter ausgedrückt, wo es nötig ist. Ist der Gebrauch dagegen aus dem Kontext eindeutig, entfällt die Kennzeichnung gewöhnlich.
Im klassischen Chinesisch ist jede Silbe zugleich ein Morphem. Im modernen Chinesisch sind viele zwei- oder dreisilbige Wörter jedoch nur noch theoretisch in mehrere Morpheme zerlegbar, da sie durch langen, häufigen Gebrauch nicht mehr als zusammengesetzte Wörter empfunden werden.
Die Chinesischen Sprachen sind auch Tonsprachen, das heißt, die Tonhöhe und ihr Verlauf, in der ein Wort gesprochen wird, ist bedeutungsunterscheidend. Die Anzahl der Töne variiert unter den verschiedenen Varianten. Mandarin hat 4 Töne, der Schanghai-Dialekt (Wu) nur 2 ausgeprägte Töne, Kantonesisch (Yue, gesprochen in Guangdong und Hong Kong) hat 6 Töne.
Neben der chinesischen Schrift gibt es mit dem Pinyin auch eine voll ausgebildete Latinisierung für das Mandarin-Chinesisch.
Die chinesischen Sprachen haben andere, eigentlich nicht verwandte ostasiatische Sprachen sehr stark beeinflusst, vor allem die koreanische Sprache, die japanische Sprache und die vietnamesische Sprache.
Siehe auch
Chinesische Wikipedia
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