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Chikan ist ein weit verbreitetes Phänomen in Japan und ein beliebtes Thema in Pornofilmen oder Erotischen Rollenspielen.
Obwohl Chikan in Japan eine Straftat ist, kam es lange kaum zu Anzeigen. Immer wieder wird beobachtet, dass selbst Frauen, die "Chikan" schreien, keinerlei Hilfe von den umstehenden Passagieren erhalten. Erst in den letzten Jahren haben Polizei und Bahnbetreiber die Initiative ergriffen und bitten auf Plakaten in den Bahnhöfen und Zügen darum, Männer, die man beim Chikan erwischt, sofort einem Bahnangestellten zu überstellen.
Dieser Aufruf zur Denunziation von Chikan-Verdächtigen hat in der jüngsten Zeit seinerseits ein neues Verbrechen hervorgebracht: Jüngere Gangss schicken Mädchen in volle Züge, die sich gezielt neben "wohlhabend" aussehende Männer stellen, und unabhängig davon, ob sie angefasst wurden oder nicht, nach einigen Minuten "Chikan" schreien. Die Gang-Mitglieder greifen sofort "helfend" ein und schleppen das Opfer am nächsten Bahnhof auf den Bahnsteig. Dort fordern sie eine Geldzahlung, damit sie das Opfer nicht der Polizei übergeben. Aus Scham oder im Bewusstsein, dass mutmassliche Chikan-Täter praktisch keine Aussicht auf eine juristische oder gesellschaftlich objektive Behandlung haben, zahlen die meisten.
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