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Seitenlänge: 230m
Neigungswinkel: 51° 50' 35''
Die Cheops-Pyramide diente als Grabmal für den ägyptischen Pharao Khufu aus der 4. Dynastie, auch bekannt als Cheops (sein griechischer Name). Die Pyramide bildet zusammen mit ihren Schwestern der Chephren-Pyramide und der Mykerinos-Pyramide zugleich das älteste und das letzte noch existierende Weltwunder der Antike.
Das Datum der Fertigstellung wird auf 2680 v. Chr (zur Zeit der altägyptischen Hochkultur) geschätzt. Sie ist die früheste und größte der drei großen Pyramiden von Gizeh.
Die Cheops-Pyramide ist die größte der vielen Pyramiden in Ägypten. Ursprünglich war sie 147 m hoch. Doch heute ist sie durch teilweise Abtragung an ihrer Spitze 137 m. Für fast 4000 Jahre war sie damit das höchste Bauwerk ihrer Zeit. Sie wurde erst 1439 vom Straßburger Münster (143 m) übertroffen. Ihre Grundfläche beträgt 5,5 ha.
Die Pyramide besteht aus Blöcken von Kalkstein, Basalt oder Granit mit einem Gewicht von zwei bis vier Tonnen pro Block. Daraus resultiert ein Gesamtgewicht von 7 Millionen Tonnen und ein Volumen von 2,600,600 m3. Zwar ist die Pyramide die grösste, jedoch ergeben die unter Pharao Snofru gebauten Pyramiden (Pyramide in Medum, Knickpyramide, Rote Pyramide in Dahschur) zusammen eine Masse von etwa 8,4 Millionen Tonnen und somit sogar rund 1,4 Millionen Tonnen oder 20% mehr an Material als durch Cheops verbaut wurde.
Ursprünglich war die Cheops-Pyramide mit poliertem Kalkstein verkleidet, allerdings sind viele der Steine herabgefallen oder später für Gebäude in Kairo wiederverwendet worden, sodass die darunterliegende Struktur einer Stufenpyramide sichtbar wird. Aber noch heute gewinnt man eine Ahnung vom ehemaligen Glanz der Pyramiden, wenn man sich die Spitze der neben der Cheops-Pyramide liegenden Pyramide des Chephren anschaut. Dort sind die alten Verkleidungssteine noch erhalten, wenn auch durch Wind und Wetter mittlerweile mit einer braunen Patina überzogen.
Die Cheops-Pyramide unterscheidet sich in ihrem inneren Aufbau deutlich von den anderen Pyramiden aus dieser Gegend beziehungsweise Zeit (Pyramiden von Gizeh), weil sie nicht nur eine, sondern drei Kammern besitzt - und darüber hinaus eine so genannte "Große Galerie". Die größere Zahl von Kammern und Gängen, die überaus präzise Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen sowie die Verarbeitung machen sie einzigartig.
Es gibt insgesamt drei Kammern in der Pyramide des Khufu/Cheops: 1) eine unterhalb der Pyramide im natürlichen Felsengestein 2) eine so genannte "Königinnen-Kammer" (deren Name daher rührt, dass man in der frühen Archäologie/Ägyptologie hier die Kammer der Gemahlin des Pharaos vermutete) und 3) die so genannte "Kammer des Pharaos": die oberste Kammer etwa in der vertikalen Mitte des Bauwerks. In ihr kann man noch heute die Überreste eines steinernen Sarkophags besichtigen.
Zu dieser - heute unscheinbaren - Kammer führt die "Große Galerie", die als ein Wunderwerk antiker Baukunst betrachtet wird. Es handelt sich um ein Kraggwölbe, also einen Raum, dessen Wände nach oben spitz zulaufen: eine Konstruktion, die dem Zweck dient, die Last der darüber liegenden Steine seitlich abzulenken, damit die Decke nicht zusammenbricht.
Das normale Kammernsystem dieser Pyramide ist, wie auch die Kammern aller anderen Pyramiden dieser Epoche, vollkommen ohne Inschriften. Erst sehr viel später ab der Pyramide des Pharaos Unas der 5. Dynastie finden sich im Innern von Pyramiden Inschriften. Davon abgesehen wurden in der Chops-Pyramide in den Räumen über der Grabkammer Inschriften der Arbeiter gefunden die noch auf den unverbauten Steinen gemachtworden sein dürften.
Die Cheops-Pyramide reiht sich mit der Steilheit ihrer Seiten in den historischen Kontext ein, so sind frühere Pyramiden meist flacher, spätere meist steiler gebaut. Die bei der Cheops-Pyramide eingesetzten Konstruktionsprinzipien sind die klare Folge der zuvor unter Pharao Snofru gemachten Erfahrungen und Erkenntnise beim Pyramidenbau.
Im Jahr 1993 entdeckten Archäologen Abschlüsse in Luftschächten aus der Bauzeit wobei einer auf weitere Kammern hindeutete. Dieser Abschluss wurde im Jahr 2002 erstmals mit einem Roboter-Fahrzeug geöffnet und inspiziert. Durch TV-Übertragung konnte der Vorgang in der ganzen Welt mitverfolgt werden. Hinter der Blockade wurde zwar ein weiterer aber leerer Hohlraum entdeckt - besondere Entdeckungen wurden dabei nicht gemacht.
Die geographische Lage der Cheops-Pyramide lautet: N 29° 58' 44.1", O 31° 8' 3"
Siehe auch: Liste der Pyramiden, Liste hoher Gebäude der Welt, Liste der höchsten Gebäude ihrer Zeit
Zum nächsten Weltwunder: Zeus-Statue des Phidias
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