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Angeregt durch den Fund eines Papyrus-Fragments aus der 5. Dynastie fand Miroslav Verner mit seinem tschechischen Ägyptologenteam bei Ausgrabungen in Abusir zwischen 1975 und 1980 die bis dahin unbekannte Pyramide der "Großen Gemahlin" und "Mutter eines Königs" Chentkaus (auch Chentkaues). Die heute nur noch 4 m hohe Ruine wurde bis dahin stets für eine Mastaba gehalten und eine Königin mit Namen Chentkaus (Tochter des Mykerinos) kannte man aus der 4. Dynastie mit Grab in Giseh.
Verner konnte durch seine Untersuchungen das zwischen den Pyramiden von Neferefre und Neferirkare gelegene Bauwerk eindeutig einer weiteren Königin mit diesem Namen zuordnen, die wohl die Frau des Neferirkare war.
Die im Kern dreistufige Pyramide war mit weißem Kalkstein verkleidet und war bei einem Basismaß von 25 m und 52° Neigung ursprünglich 17 m hoch. Im Osten lag ihr dekorierter Totentempel mit einer kleinen Nebenpyramide. In der stark zerstörten Substruktur wurden neben Resten des Sarkophages auch Mumienbinden und Scherben der Grabausstattung gefunden. Begonnen wurde der Bau, als Chentkaus noch "Große Gemahlin" war. Bei Fertigstellung wird sie dann als "Königsmutter" tituliert, teilweise auch als "Mutter zweier Könige", wobei dies teilweise als Mutter des Königs von Ober- und Unterägypten interpretiert wird. (Schepseskare?, Neferefre?)
siehe auch: Liste der Pyramiden, Liste der Pharaonen
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