Infos Home | Impressum | Original Artikel & Autoren Liste


Buchmalerei

Unter Buchmalerei versteht man den Bildschmuck einer Handschrift. Vorläufer der Buchmalerei finden sich bereits seit etwa Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. auf ägyptischen Papyri. Die eigentliche Entfaltung und Blüte erlebte die Buchmalerei jedoch zwischen der Spätantike und dem 16. Jh. auf Pergamenthandschriften.

Neben kleineren und grösseren Textbildern (Miniaturen) mit Deckfarben und Gold kennt die Buchmalerei insbesondere ornamente Formen wie die Ausstattung des Anfangsbuchstabens (Initiale) und der Überschriften sowie die Verzierung des Blattrandes (Randleisten) und des Zeilenausganges. Vor allem wurden kirchliche Texte zum liturgischen Gebrauch durch Buchmaler illustriert. Die Visionen vom siegreichen Kampf der Kirche gegen die teuflischen Mächte haben die Phantasie der Künstler immer wieder angeregt. Die Darstellungen sind nicht nur Schmuck, sondern Veranschaulichung der "Offenbarung".

Die Karolingische Buchmalerei bildete sich im 7. und 8. Jahrhundert in Irland aus und wurde durch den fränkischen König Karl der Große gefördert. Die Denkmäler der mittelalterlichen Buchmalerei wurden zunächst in Klöstern, vom 13. Jahrhundert an zunehmend von weltlichen Klerikern und alsdann von gewerbsmässigen Künstlern ausgeführt. Wichtige Werke sind das "Livre d´heures" von Paul von Limburg (1400) und das von Jan van Eyck geschmückte Gebetbuch, die "Heures". Ihre höchste Blüte erreichte die Buchmalerei im 14. und 15. Jahrhundert in den Niederlanden und an den Höfen von Frankreich und Burgund.

Mit dem Aufkommen der Buchdruckerkunst im 15. Jahrhundert verschwindet die Buchmalerei und ist Mitte des 16. Jahrhunderts beendet.
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.