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Das Buch wurde nicht in den jüdischen Kanon aufgenommen, ist aber Teil der Septuaginta und wird von Katholiken und Orthodoxen Christen - nicht aber von Protestanten - als Teil der Bibel angesehen.
Nur die griechische Übersetzung ist vollständig erhalten. Inzwischen wurden aber auch aramäische und hebräische Fragmente entdeckt.
Das Buch beginnt damit, dass nach einer kurzen Einleitung Tobit in der Ich-Form seine wechselvolle Lebensgeschichte erzählt. Wie beiläufig wird dabei auch erwähnt, dass er auf einer Reise nach Medien einem gewissen Gabael Geld zur Aufbewahrung übergegen hatte. Deutlich wird in der Erzählung, dass Tobit - anders als andere Israeliten - treu den Geboten Gottes und barmherzig gegenüber seinen Stammes- und Volksgenossen gelebt hat. Unter anderem begräbt er - verbotenerweise - ermordete Israeliten, und erleidet dafür die Verfolgung durch die Machthaber Ninives. Als er - in Konsequenz seiner Barmherzigkeit - erblindet, muss er sich die Klage seiner Frau anhören:
Schauplatzwechsel. Dort, wo Tobit sein Geld hinterlegt hatte, wird eine Frau - Sara - von den Mägden ihres Vaters beschimpft, weil ein Dämon - Aschmodai - ihre sieben bisherigen Männer alle getötet hat. Kurz erwägt sie, Selbstmord zu begehen, doch dann wendet sie sich stattdessen im Gebet an Gott und bittet ihn, sie sterben zu lassen oder ihr sein Erbarmen zu zeigen:
Gerade an diesem Tag erinnert sich Tobit seines Geldes in Medien und ruft seinen Sohn Tobias, um ihn darüber zu informieren. Da er den Tod erwartet, ermahnt er seinen Sohn, Gott in den Menschen zu dienen und vor allem großzügig zu helfen, wo immer er kann:
Als Tobit und Tobias Rafael die Hälfte des mitgebrachten Geldes als Lohn auszahlen wollen, offenbart dieser ihnen seine wahre Identität und kehrt zu Gott zurück. Tobit singt einen Lobpreis auf den erbarmenden Gott.
Kurz vor seinem Tod ruft Tobit seinen Sohn und rät ihm Ninive zu verlassen und wieder nach Medien zu ziehen, da Ninive zerstört werden wird. Nachdem auch seine Mutter Hanna gestorben ist, bricht Tobias nach Medien auf, und lässt sich bei seinem Schwiegervater nieder. Er wird 127 Jahre alt und kurz vor seinem Tod erfährt er noch, dass Ninive, so wie es sein Vater vorausgesagt hatte, tatsächlich zerstört wurde:
Siehe auch: Liste der Bücher der Bibel
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