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Bremische Evangelische Kirche

Karte
Basisdaten
Fläche: ? km²
Leitung: Präsidentin Brigitte Boehme
und Schriftführer
Louis-Ferdinand von Zobeltitz
Mitgliedschaft: UEK
Kirchengemeinden: 69
Gemeindeglieder: 246.852 (31.12.2003)
Anteil an der
Gesamtbevölkerung:
ca. 55 %
Anschrift: Franziuseck 2-3
28199 Bremen
Website: www.kirche-bremen.de/ www.kirche-bremen.de/
E-Mail-Adresse: kika.bek@kirche-bremen.de kika.bek@kirche-bremen.de

Die Bremische Evangelische Kirche (BEK) ist eine von 23 Gliedkirchen (Landeskirchen) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Wie alle Landeskirchen ist sie eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bremen.
Die Kirche hat ca. 250.000 Gemeindeglieder (Stand Dezember 2002) in 69 Kirchengemeinden und ist eine der unierten Kirchen innerhalb der EKD.

Hauptkirche der Bremischen Evangelischen Kirche ist der Bremer Dom.

Inhalt
1 Gebiet der Landeskirche
2 Geschichte
3 Leitung der Landeskirche
4 Kirchentag
5 Verwaltung der Landeskirche
6 Gesangbücher
7 Internet-Adressen

Gebiet der Landeskirche

Das Gebiet der "Bremischen Evangelischen Kirche" umfasst im Wesentlichen die Stadt Bremen. Ferner gehört die "Vereinigte Protestantische Gemeinde zur Bürgermeister Smidt-Gedächtniskirche" in Bremerhaven zur Bremischen Kirche. Die übrigen Kirchengemeinden der Stadt Bremerhaven, die ihrerseits zum Bundesland Bremen gehört, sind Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers, weil diese Gebiete erst 1939 mit der Stadt Bremerhaven vereinigt wurden, die kirchliche Vereinigung mit Bremen hingegen nicht vollzogen wurde.

Geschichte

Am 9. November 1522 wurde in Bremen die erste reformatorische Predigt gehalten. Von da an war die Hansestadt Bremen über Jahrhunderte eine protestantische Stadt. 1534 wurde eine durch Luther genehmigte Kirchenordnung eingeführt. Danach gab es verschiedene Streitigkeiten zwischen Lutheranern und Anhängern Melanchthons, die 1561 zur Ausweisung des Dompredigers Albert Hardenberg führte. Danach blieb der Dom für 77 Jahre geschlossen. Er gehörte zum Erzstift Bremen und nicht zur Stadt Bremen. 1581 schloss sich Bremen der Genfer Reformation an. 1595 erhielt Bremen eine neue Kirchenordnung nach der deutsch-reformierten Form (Consensus Bremensis). Um 1600 wurde der Heidelberger Katechismus eingeführt. 1638 wurde der Dom durch Erzbischof Friedrich von Dänemark wieder für die lutherische Lehre geöffnet. Durch Zuzug wuchs die lutherische Domgemeinde. Ab 1648 unterstand der Dom der schwedischen, seit 1715 dem kur-hannoverschen Konsistorium in Stade. Außer dem Dom waren auch einige Landgemeinden Bremens lutherisch. 1802/03 kam der Dom zur Stadt Bremen, die vergeblich versuchte, die Domgemeinde zu zerschlagen. 1830 erhielt die Gemeinde eine neue Verfassung, die letztendlich von der Stadt Bremen anerkannt wurde. Erst mit der Einführung eines einheitlichen Gesangbuchs in Bremen im Jahre 1873 gab es eine Verwaltungsunion zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden, die den konfessionellen Streit der Gemeinden im Wesentlichen beilegen konnte. Mitte des 19. Jahrhunderts gründete die Stadt Bremen etwa 60 km nördlich auf einem angekauften Gebiet die Stadt Bremerhaven. Da diese Stadt durch Zuzug sowohl lutherische als auch reformierte Gemeindeglieder beherbergte, wurde die dortige Kirchengemeinde als unierte Gemeinde gegründet. Sie blieb bis heute die einzige Kirchengemeinde in Bremerhaven, die zur Bremischen Evangelischen Kirche gehört.

Leitung der Landeskirche

Da Bremen als Freie Reichsstadt unabhängig war und als solche quasi bis heute als eigenes Bundesland weiter besteht, konnte sie auch ihre kirchlichen Angelegenheiten alleine regeln. Ihre Kirchengemeinden waren und sind als überwiegend reformierte Gemeinden relativ autonom. Dies liegt am reformierten Amtsverständnis überhaupt. Daher gab es in Bremen im Grunde kein eigentliches Oberhaupt der Kirche. Die Kirche unterstand bis 1920 dem Bremischen Senat und wurde von diesem nach außen vertreten. Nach der Verfassung vom 14. Juni 1920 liegt die Leitung der Kirche nunmehr beim Kirchenausschuss, der von einem nicht-theologischen Präsidenten geführt wird, der dieses Amt jedoch nicht hauptamtlich wahrnimmt. Der Präsident des Kirchenausschusses vertritt die Kirche nach außen. Die Verfassung wurde im Laufe der letzten Jahrzehnte mehrmals geändert.

Präsidenten des Kirchenausschusses

Als "Geistlicher Leiter" der Bremischen Evangelischen Kirche fungiert der "Schriftführer des Kirchenausschusses". Dieser ist ein "normaler" Gemeindepfarrer, der dieses Amt für eine bestimmte Zeit ausübt (seit 1995 Pastor Louis-Ferdinand von Zobeltitz; Vorgänger waren u.a. Pastor Dr. Ernst Uhl und Pastor Wolf-Udo Smidt).

Ferner gibt es als weitere hervorgehobene Leitungsämter innerhalb der Bremischen Evangelischen Kirche noch den "Vizepräsidenten" des Kirchenausschusses sowie den "Schatzmeister", der für die Haushaltsfragen zuständig ist.

Kirchentag

Als "Parlament" hat die Bremische Evangelische Kirche einen Kirchentag (in anderen Landeskirchen heißt das Parlament "Landessynode"). Hier entsenden alle Kirchengemeinden ihre Vertreter. Der Kirchentag tagt 1 bis 2 mal im Jahr. Er wählt alle sechs Jahre aus seiner Mitte den aus 12 Mitgliedern bestehenden Kirchenausschuss als Leitungsgremium der Kirche. Vorsitzender des Kirchentags ist der Präsident des Kirchenausschusses, der gleichzeitig "Oberhaupt" der gesamten Landeskirche ist.

Verwaltung der Landeskirche

Kirchenkanzlei und Verwaltungshierarchie

Die "Kirchenkanzlei" ("Haus der Kirche") ist die Verwaltungsbehörde der Bremischen Evangelischen Kirche. Sie hat einen hauptamtlichen "Leiter der Kirchenkanzlei", derzeit Dr. Johann Daniel Noltenius.

Eine hierarchisch aufgebaute Kirche gibt es in Bremen nicht. Über den Einzelgemeinden gibt es keine sonstigen Gremien bzw. Institutionen wie in anderen Landeskirchen (z.B. Kirchenkreise).

Kirchengemeinden

Gesangbücher

Die Gemeinden der Bremischen Evangelischen Kirche singen bzw. sangen in den letzten Jahrzeiten vor allem aus folgenden Gesangbüchern:

Internet-Adressen


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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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