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Damals war es allerdings üblich, die Dokumente des Königs nach seinem Tod zu vernichten, so dass die eigentliche Bibliothekssammlung erst mit König Ludwig XI aufgebaut wurde, der mit diesem Brauch brach. Seine Nachfolger Karl VIII und Ludwig XII trugen im 15. Jahrhundert erheblich zum Aufbau der Bibliothek bei und fügten auch die ersten Bücher der Sammlung zu.
Heute enthält das BnF alle Publikationen, die in Frankreich verlegt werden und umfasst mehr als 10 Millionen Bände.
Der Neubau
Am 14. Juli 1988 kündigte der französische Staatspräsident François Mitterand den Neubau des Bibliotheksgebäudes an, der im Dezember 1990 begann. Das neue Gebäude wurde vom Architekten Dominique Perrault entworfen. Er gewann die Ausschreibung mit einem Entwurf eines 60.000 m²großen, rechtwinklingen Areals in dessen Mitte ein 12.000 m² großer Garten liegt. Die vier Ecken des Gebäudes weisen je einen 79 m hohen Turm mit einer durchgehenden Glasfront auf. Die Türme sind L-förmig und symbolisieren ein aufgeschlagenes Buch.
Jeder der Türme trägt einen eigenen Namen:
Im September 2002 war das Gebäude Schauplatz der Lichtinstallation "Arcade" von Projekt Blinkenlights.
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